

Zufrieden verließen am Mittwoch über 20 Enzberger Zuhörer das Landratsamt Enzkreis. Der Grund für die Freude: Die Versammlung des Regionalverbands Nordschwarzwald verzichtet vorerst darauf, in Enzberg im Bereich des Sengach einen weiteren Steinbruch-Standort mit über 15 Hektar auszuweisen.
Bei der einstimmig erfolgten zweiten Änderung und Ergänzung des Teilregionalplans Rohstoffsicherung erfüllte das Gremium damit ein Versprechen, das bei einer Bürgerinformation vor einigen Wochen gegeben wurde. Regionalverbandsdirektor Dirk Büscher kündigte am Mittwoch an: „Wir versuchen, eine alternative Abbaufläche im Umkreis bis zu 20Kilometer von Enzberg zu finden. Ende Juli findet darüber ein Gespräch mit dem Landesamt für Geologie statt.“ Das Thema Enzberg wird zunächst zurückgestellt.
122 Hektar für den Abbau von Natursteinen müssen ausgewiesen werden. „98 Hektar können wir sichern“, bilanzierte Büscher. Hans-Werner Köblitz, Chef der Freien Wählervereinigung im Regionalverband, machte in der folgenden Diskussion deutlich: „Es geht nur um die Sicherstellung der Vorkommen und nicht um die Abbaugenehmigungen.“
Weiterhin zurückgestellt bleibt auch die Erweiterung des Vorranggebietes Maulbronn „Lauster“ um 0,9 Hektar aufgrund der dortigen Naturschutz-Problematik, erklärte der stellvertretende Verbandsdirektor Thomas Bahnert. Dort grenzt der Roßweiher an.
Auf zwei weitere vorgesehene neue Steinbrüche wird ganz verzichtet: eine 4,2 Hektar große Fläche in Heimsheim-Süd und ein 6,5 Hektar großer Bereich in Mönsheim. In Mönsheim sei der Abstand zum geplanten zweiten Abschnitt „Reute“ des Interkommunalen Gewerbegebiets Heckengäu zu gering. „Die Belange der Kommune haben wir höher gewichtet“, befand Bahnert.
Autor: Bruno Knöller






