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Aufmerksame Zuschauer:  Die Jagdstrecke gelegt und verblasen wurde im Maulbronner Klosterhof anlässlich der 30. Hubertusfeier der Jäger vereinigung Enzkreis/Pforzheim.
Aufmerksame Zuschauer: Die Jagdstrecke gelegt und verblasen wurde im Maulbronner Klosterhof anlässlich der 30. Hubertusfeier der Jäger vereinigung Enzkreis/Pforzheim.
© Block

Jäger bei Hubertusfeier gegen Computer-Killerspiele

MAULBRONN. Die mittlerweile 30. Hubertusfeier hat die Jägervereinigung Enzkreis/Pforzheim gemeinsam mit zahlreichen Freunden der Jagd, aber auch Nichtjägern im Weltkulturerbe Kloster Maulbronn feiern können.

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Traditionell einen besonderen Auftakt beim „Erntedankfest für die Jägerschaft“ bildete das von den Jagdhornbläsern aus Mühlacker begleitete Legen der Jagdstrecke im Klosterhof: Vier Wildschweine, vier Rehe, zwei Füchse, ein Dachs, vier Steinmarder, zwei Iltisse, drei Hasen, drei Fasanengockel und fünf Wildenten konnten von der illustren Gästeschar bestaunt werden. Nachdem Dieter Krail die interessierten Gäste in die Geheimnisse von Einzel- oder Gesellschaftsjagd sowie Treib- oder Drückjagd eingeweiht hatte, machte der Kreisjägermeister auf das recht schwierige Wirken der Jäger aufmerksam: „Für uns Jäger sind unsere Jagdwaffen ein unverzichtbares Handwerkszeug, das für die Regulierung der Wildbestände benötigt wird“, sagte Dieter Krail mit Blick auf das verschärfte Waffengesetz. Dies sei zwar mit Blick auf den Amoklauf in Winnenden begründet, andererseits sei auch für die Jäger nicht nachvollziehbar, warum weiterhin die „unsinnigen Killerspiele per Computer“, so Krail, zugelassen werden. Recht zufrieden hingegen zeigen sich die Jäger über das neue, modifizierte „Forstliche Gutachten“, in dem großer Wert auf den Dialog zwischen Jagdpächtern und Förstern gelegt wird. „Unsere Jägervereinigung ist nunmehr flächendeckend jagdsteuerfrei“, konnte der Kreisjägermeister einen weiteren Grund zur Freude verkünden. „Die Legende des heiligen Hubertus ist für uns Jäger ein Gleichnis, das auffordert, den Umgang mit unserer belebten Umwelt immer wieder zu überdenken“, informierte Dieter Krail über den Schutzpatron der Jagd. So gut eingestimmt konnte die Hubertusmesse in der Klosterkirche vonstatten gehen, die von Ephorus Tobias Küenzlen gestaltet und vom Parforcebläserkreis Stromberg unter der Leitung von Gert Steinmetz sowie den Jagdhornbläsern Mühlacker musikalisch begleitet wurde. Ebenso melodisch ging es beim krönenden „Grünen Abend“ im prächtig geschmückten Fruchtkasten zu, bei dem die Besucher von vier Bläsergruppen und dem Jägerchor unterhalten wurden. Für das kulinarische Wohl der Gästeschar bei der Hubertusfeier, bei der den Jungjägern ihre Jägerbriefe überreicht wurden, sorgte das Team vom Verein für Sportschützen Maulbronn-Diefenbach unter Anleitung vom Schützinger Kronenwirt Fritz Späth mit einem Wildgericht.

Autor: PZ-MITARBEITER MICHAEL BLOCK

09.11.2009
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