

Es ist ein Sprung ins kalte Wasser gewesen – so, wie Katrin Kern es mag und ein Stück weit, wie sie es auch von ihrem vorherigen Arbeitgeber kannte. Seit Mai ist die 33-Jährige neue Regionaldirektorin der Enzkreis-Kliniken in Mühlacker und Neuenbürg.
Drei Tage lang hatte sie sich intensiv mit ihrer Vorgängerin ausgetauscht, hat die Kliniken gesehen und wichtige Ansprechpartner kennengelernt. Dann musste sie sofort selbst ran. Denn ihre Vorgängerin Susanne Jansen ging vor dem Antritt ihrer neuen Stelle als Regionaldirektorin der Kliniken in Bruchsal und Bretten in den Urlaub. „Aber ich bin ohnehin eher der Learning-by-Doing-Typ“, sagt Kern.
Durch die finanziell hochdefizitäre Situation der beiden Häuser und die Grundsanierung der Klinik in Mühlacker (die PZ berichtete) war die Eingewöhnungsphase zusätzlich recht kurz. „Ich musste mich sofort sehr tief einarbeiten“, so Kern. Dabei hätten ihr langjährige Mitarbeiter sehr geholfen. „Der Krankenhausbetrieb funktioniert ohnehin nur im Team“, erklärt Kern. Die 33-Jährige weiß, wovon sie spricht. Immerhin hat sie zehn Jahre lang in unterschiedlichen Positionen beim privaten Klinik-Konzern Asklepios gearbeitet. Dort kam sie auch mit dem Management von Kliniken in Kontakt.
„Nach zehn Jahren bei Asklepios dachte ich, es sei ein guter Zeitpunkt sich zu verändern“, sagt Kern. Die Stelle als Regionaldirektorin reizte sie und ließ sich auch gut mit ihren privaten Plänen verbinden. „Ich wollte ins Ländle“, erklärt sie.
Mit der bis Ende 2014 dauernden Grundsanierung der Mühlacker Klinik, altersbedingter Neubesetzungen einiger Chefarzt-Stellen und der angedachten Einrichtung einer Radiologiepraxis gibt es für Kern viel zu tun. „Ich denke, die Enzkreis-Kliniken haben Potenzial“, sagt sie zuversichtlich. Mit Blick in die Zukunft ginge es darum, das Niveau zu halten und die Angebote auszubauen. So entstehe in Mühlacker durch den Umbau etwa ein Krankenhaus mit Hotelcharakter. Das sei wichtig, um zum einen für Patienten, zum anderen aber auch als Arbeitgeber attraktiv zu sein.
Dabei sei bei allen Veränderungen wichtig, dass der Kreistag als Träger den Verantwortlichen in den Häusern den Rücken stärkt und als Geldgeber die Ideen mitträgt. Dieser Kontakt zur Politik ist die größte Neuerung im Vergleich zu ihrer vorherigen Stelle, so Kern. In der kurzen Zeit habe sich zudem ein konstruktiver und offener Austausch entwickelt.
Als Nächstes stehen für Kern Gespräche mit Kooperationspartnern an und intern sollen Abläufe optimiert werden. „In meinem Beruf gibt es keine Routine“, sagt Kern angesichts der vielfältigen Aufgaben, die auf sie warten.
Autor: Ramona Deeg | Mühlacker







Leserkommentare (4)
Mehr Kommentare.[QUOTE]intern sollen Abläufe optimiert werden.[/QUOTE] ...... heisst meistens: weniger Personal macht die gleiche oder mehr Arbeit. mehr...
Das ist auch das einzige Mittel, das bisher in den Kreiskrankenhäusern versucht wurde: Auslagerung von kompletten Arbeiten, Abbau von Betten, weniger Personal. Daß es auch daran liegen könnte, daß Krankenhäuser wie die Enzkreiskliniken halt schlicht nicht mehr in die Krankenhauslandschaft passen, ist leider der Hauptgrund. Und daran ist eben auch, aber nicht nur, der Gesetzgeber schuld. Klar sind Allgemeine Krankenhäuser bei der derzeitigen Bezahlweise im Nachteil. Aber einfach ein neues ...... mehr...
[QUOTE=ruul;132898]. ...... heisst meistens: weniger Personal macht die gleiche oder mehr Arbeit.[/QUOTE] [B]In allen Branchen,in unserem Land,läuft dieses INTERNEABLÄUFEOPTIMIERUNGSPROGRAMM!Jahrelang gehen diese Leute auf irgendwelche Uni`s und das einzige was [/B][B]ihnen dann im Berufsleben einfällt ist:Weniger Personal macht die gleiche oder mehr Arbeit.[/B]:mad::mad: mehr...