

MÜHLACKER-ENZBERG. Beim Kreisbauerntag in Enzberg haben sich die Redner gegen eine zu große Einflussnahme durch die Politik ausgesprochen. Auch die Sorge vor zunehmender Bürokratisierung war am Freitagnachmittag zu vernehmen. Als Gastredner erschien der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Peter Hauk.
Der frühere Landwirtschaftsminister Hauk erklärte, in einer globalisierten Welt sei der Rückkehr zur „heimeligen Landwirtschaft“ nicht möglich. Es sei politisch gewollt gewesen, die Bauern in die Märkte zu entlassen. Nun müsse ihnen auch genug Flexibilität bleiben, die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Grundsätzlich seien die Chancen größer als die Risiken.
Der Kreis-Vorsitzende Ulrich Hauser erklärte durch unbedachte, wenn vielleicht auch gut gemeinten Äußerungen, vor allem von Grünen-Politikern gerieten oftmals nicht nur schwarze Schafe, sondern die Bauern im Allgemeinen in ein schlechtes Licht. Das habe für den Einzelnen durchaus wirtschaftliche Folgen. Unabhängig von den finanziellen Gesichtspunkten bestehe die Gefahr, Landwirte zu frustrieren. Aufgrund ihrer wichtigen Bedeutung für die Gesellschaft dürfe nicht leichtfertig die Aufgabe landwirtschaftlicher Betriebe riskiert werden. Mehr zum Kreisbauerntag am Samstag in der Pforzheimer Zeitung. rks
Autor: Ralf Kohler



