

Maulbronn. Im Rahmen einer Versuchsreihe besichtigte Walter Appenzeller, produktionstechnischer Berater beim Landwirtschaftsamt Pforzheim-Enzkreis, gemeinsam mit Landwirten mehrere Testfelder bei Maulbronn. Die angebaute Sommergerste und der Winterweizen wurden im Vorfeld mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Schädlingsbekämpfung und gegen Pilzbildung behandelt.
Anhand von Merkmalen wie der Rostbildung an Blättern konnte beim Rundgang der genaue Befall der Pflanzen festgestellt werden. „Besonders der Mehltau erweist sich in diesem Jahr als problematisch, weil er nach einer Zeit eine gewisse Resistenz gegen die Pestizide entwickelt“, meinte Appenzeller. Die einzelnen Felder wurden mit diversen umweltverträglichen Mitteln behandelt. Und dabei hätte sich Carboxamid als der bislang effizienteste aller Wirkstoffe, sogenannter Fungizide, erwiesen. Allerdings seien nicht nur die Pilze problematisch, sondern auch Unkraut oder Insekten könnten die Qualität des Getreides mindern.
„Im Prinzip dienen Aktionen wie diese in erster Linie zur Beratung für Landwirte, wie sie ihre Felder am besten schützen können“, so Appenzeller. Er führt weiter aus: „In der Regel haben wir einen Verlust von 25 Prozent aller Erträge, die durch Pilzbefall vernichtet werden, wenn die Schädlinge nicht rechtzeitig bekämpft werden.“ Deshalb sei der Einsatz von entsprechenden Gegenmitteln unverzichtbar, wie der Fachmann erklärt. Neben den Versuchen an Gerste und Weizen wurden in den vergangenen Wochen noch andere Tests unternommen, wobei vor allem Mais und Wein in die Versuchsreihe mit eingebunden wurden. aj




