


Ölbronn-Dürrn. Die Einwohner klagen über viel Durchgangsverkehr zu den Hauptverkehrszeiten. Automatische Zählungen geben Aufschluss über die Verkehrslage in der Gemeinde.
Es ist einiges los auf Ölbronn-Dürrns Straßen. Besonders der Durchgangsverkehr macht sich bemerkbar. Die Verkehrsbelastung wird von den Bürgern unterschiedlich empfunden.
Einige ältere Dürrner meinen in den vergangenen Jahren eine enorme steigerund der verkehrsdichte bemerkt zu haben. Reinhold Adam kann dies nicht bestätigen. „Wir messen die Zahl der passierenden Fahrzeuge in Dürrn auf Höhe des Rathauses seit drei Jahren“, erklärt er. Die durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge pro Tag liege konstant zwischen 3500 und 4000. In einer stichprobenartigen Erhebung des Landratsamtes seien im Jahre 2005 an gleicher Stelle bereits 4400 Fahrzeuge erfasst worden.
Auch Michael Rieger, stellvertretender Verkehrsamtsleiter des Landratsamtes Enzkreis, kann beruhigen. „Seit 2010 wird durch das Verkehrsmonitoring-Verfahren die Zahl der täglich passierenden Fahrzeuge zwischen zwei Verkehrsknotenpunkten automatisch gemessen.“ Auf der Kreisstraße zwischen Kleinvillars und Ölbronn seien im Jahr 2010 täglich im Durchschnitt 3539 Fahrzeuge unterwegs gewesen. Dies seien 280 weniger als bei einer manuellen Zählung im Jahr 2000 erfasst worden waren. Die zweite Messstelle auf der Landesstraße zwischen Maulbronn und Ölbronn zählte 2010 täglich 2741 Fahrzeuge. Zehn Jahre zuvor seien es noch 2003 gewesen. „Trotzdem liegen beide Straßen enzkreisweit unter dem Durchschnitt“, erklärt Rieger. Dort habe die Verkehrsstärke 2010 auf Landesstraßen bei 4925 und auf Kreisstraßen bei 4009 Fahrzeugen gelegen. Die Zahl der Lkw unter den erfassten Fahrzeugen sei nicht bekannt.
Was in den vergangenen 30 Jahren zugenommen hat, sind die in Ölbronn-Dürrn angemeldeten Kraftfahrzeuge. Lag die Zahl 1983 noch bei 1441, waren im Jahre 2011 ganze 2626 Fahrzeuge zugelassen. Dies belegen Aufzeichnungen des Statistischen Landesamtes.
Autor: Lisa Belle





