

MÜHLACKER. Arno Schütterle, Mühlackers ehemaliger Oberbürgermeister, wird bei der Nominierungsveranstaltung der Grünen am 29. September in Pforzheim ins Rennen gehen. Er möchte Landtagskandidat im Enzkreis werden.
Im Redaktionsgespräch sagte Schütterle, der nach wie vor in der Senderstadt lebt, er habe sich die Entscheidung reiflich überlegt und mit zahlreichen Parteifreunden und nicht zuletzt mit seiner Familie abgestimmt. Die vielen Gespräche, die er in den zurückliegenden Wochen geführt habe, hätten ihn darin bestärkt, bei der Nominierungsveranstaltung anzutreten.
Auf PZ-Anfrage sagte der geschäftsführende Kreisvorstand der Grünen, Emre Nazli, dass damit nun vier Bewerbungen vorliegen. Ebenfalls antreten werden Frank-Ulrich Seemann (Mühlacker), Walter Appenzeller (Keltern) und Elisabeth Vogt (Ispringen). Wer die Nase vorne haben könnte, dazu wollte sich Nazli nicht äußern: „Ich bin zu Neutralität verpflichtet.“
Schütterle ist nach seiner Abwahl als Mühlackerer OB auch weiterhin in zahlreichen Ämtern aktiv: So etwa als Fraktionssprecher der Grünen in der Regionalversammlung Nordschwarzwald, als Enzkreis-Kreisrat, als Aufsichtsrat der Regionalen Kliniken Holding RKH GmbH und als Verwaltungsrat der Sparkasse Pforzheim Calw, um nur einige Beispiele zu nennen. Er habe sich zu keinem Zeitpunkt zurückgezogen, wolle aber in der Politik etwas bewegen, denn was auf Bundes- und Landesebene vonstatten gehe, ärgere ihn. Finanz- und Wirtschaftspolitik, Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik: Das seien seine Schlüsselthemen. Beim Demokratieverständnis enttäusche es ihn , wie aktuell „Stuttgart 21 gedreht“ werde. Natürlich könne das Mega-Projekt noch abgewendet werden, meint Schütterle. Angesprochen darauf, ob er gezielt Mitglieder angeworben habe, um seine Chancen bei der Nominierung zu verbessern, reagiert Schütterle gelassen: Grün liege im Trend und es gehe darum Menschen zu bestärken, sich der Grünen-Partei anzuschließen. Emre Nazli bestätigte gestern auf PZ-Anfrage: Es gebe mehr Grünen-Mitglieder im Kreisverband, allerdings könne er nicht sagen, wer sie geworben habe. Er freue sich über jedes neue Mitglied. Positiv sei, dass die Grünen nicht nur im Landestrend mehr Mitglieder verzeichnen könnten, sondern dass sich diese Entwicklung auch im Bereich des Kreisverbandes widerspiegele.
Schütterle sagte im PZ-Gespräch abschließend, dass ein Grünen-Kandidat im Enzkreis nur in den Landtag einziehen könne, wenn er prozentual besser dastehe, als das Gesamtergebnis der Grünen im Land ausfalle. Und genau das traue er sich im Enzkreis zu. Die anderen Kandidaten wollte Schütterle nicht beurteilen (siehe „Es gibt kein Verhältnis“).
Autor: PZ-REDAKTEUR PETER MARX




Leserkommentare (1)
Mehr Kommentarewollen wohl Ihre Chance auf ein Landtagsmandat mit aller Gewalt vernichten. Schütterle....... oh je oh je..... mehr...