

MÜHLACKER. Eine Woche nach dem Brand im Gasthaus „Linde“ in Mühlacker hat die Polizei keine heiße Spur. Das teilte der Pforzheimer Polizeipressesprecher Wolfgang Schick der PZ auf Anfrage mit. Wie berichtet, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Fahrlässige Brandstiftung sei zwar nicht völlig auszuschließen, sagte Schick, der Brandverlauf lege aber nahe, dass das Feuer früh morgens vorsätzlich gelegt wurde.
{elemente}Wie Schick ausführte, hatten sich auf einen entsprechenden Aufruf hin mehrere Zeugen gemeldet, die inzwischen teilweise schon vernommen worden seien. Konkrete Hinweise hätten sich bei der Befragung der Personen nicht ergeben. Gemeldet hat sich inzwischen auch der Mann, der die Beamten im nahegelegenen Polizeirevier auf den Brand aufmerksam gemacht hatte. Anders als erhofft, habe er jedoch nicht mit weiteren Erkenntnissen dienen können.
Schick bestätigte, dass als einer der Zeugen der Wirt Mehmet Öztürk gehört wurde. Doch auch nach der Befragung des Pächters gingen die Ermittlungen nicht in eine bestimmte Richtung. Die Söhne des Mannes hatten der PZ berichtet, über einen längeren Zeitraum hätten verschiedene Personen auf einen Pächterwechsel gedrängt. Ähnliches hat ihr Vater offenbar der Polizei gesagt. Dennoch betonte Schick, alleine deshalb sei noch nicht zwingend von gezielter Brandstiftung auszugehen.
In Mühlacker treiben drei Kriminalbeamte die Ermittlungen voran. Sie dürften noch eine Woche auf den abschließenden Bericht des hinzugezogenen Brandsachverständigen wie auch auf die schriftliche Analyse des Brandschutts warten müssen. Gerüchte über Videoaufzeichnungen die für die Ermittlungen dienlich sein könnten,, dementierten die Polizei und die Stadtverwaltung.
Autor: RALF KOHLER



