


Die Erweiterung des Enzberger Steinbruchs hat im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend in der Enzberger Festhalle für jede Menge hitzige Diskussionen gesorgt.
Der Regionalverband Nordschwarzwald, der für die Ausweisung neuer Flächen bei Steinbrüchen zuständig ist, will den Enzberger Steinbruch in Richtung Sengach um weitere 15 Hektar Abbaufläche vergrößern.
Der Regionalverband hat die Aufgabe, zur planerischen Sicherung von mineralischen Rohstoffvorkommen so genannte Vorranggebiete auszuweisen. Das bedeutet konkret, für die Zukunft sicherzustellen, dass es genügend geeignete Flächen gibt, in denen Steine abgebaut werden können. Der Enzberger Steinbruch gilt aufgrund der qualitativ hochwertigen Kalksteine, die hier gebrochen werden, als wichtiger Standort.
In ungefähr zehn Jahren. Bis dahin kann auf der derzeit verfügbaren Fläche noch gearbeitet werden.
Bedeutet die Ausweisung zum Vorranggebiet automatisch, dass es zu der Vergrößerung des Steinbruchs kommt?
Nein. Entschließt sich der Betreiber des Steinbruchs irgendwann, das Vorranggebiet tatsächlich in eine Abbaufläche umzuwandeln, müssen zunächst etliche Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Im konkreten Fall müssten zudem zuerst die privaten Grundbesitzer, denen Äcker oder Wiesen auf dem Gebiet gehören, von einem Verkauf überzeugt werden.
Warum gibt es Einwände gegen die Erweiterung des Steinbruchs?
Die Anwohner befürchten durch das Näherrücken des Steinbruchs an Wohngebiete in Sengach und Enzberg eine erhöhte Belästigung durch Lärm, Staub und Verkehr. Dies brachten sie teils sehr emotional zum Ausdruck. „Außerdem besteht die Angst, dass durch die Sprengungen im Steinbruch unsere Häuser in Mitleidenschaft gezogen werden“, erklärt der Sengacher Theo Bellon, der als Mitglied der CDU-Gemeinderatsfraktion zudem dafür geworben hatte, den Steinbruch über die Landesstraße 1173 zu verlegen und damit weiter weg von Enzberg und Sengach. Diese Pläne werden jedoch – zumindest bislang – vom Regionalverband abgelehnt.
Zunächst einmal den dringenden Bedarf an Rohstoffen und die Tatsache, dass dieser Bedarf auch in Zukunft vorhanden sein wird. Zudem wurde erwähnt, dass alle gesetzlichen Grenzwerte im Enzberger Steinbruch bislang eingehalten würden und dies auch im Falle einer Erweiterung gewährleistet werden könne.
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Autor: Maximilian Lutz Mühlacker-Enzberg




