

MÜHLACKER. Mit Optimierungschancen für die Lichtsignalanlagen an der B 10 in Mühlacker hat sich der Verwaltungsausschuss auf Antrag von CDU und LMU beschäftigt. Das Ergebnis stellt nicht alle Ratsmitglieder zufrieden.
Diskutiert wurde mit einer Leidenschaft, wie man sie nur von Gewissensentscheidungen oder Budgetdebatten kennt. Dabei ging es eigentlich nur um die Kenntnisnahme der vom Bürger- und Ordnungsamt vorgelegten Verwaltungsvorlage, zu der Heinz Müller vom Ingenieurbüro für Verkehrstechnik IVT aus Karlsruhe sowie Karl Weißenmayer vom Verkehrsamt des Landratsamts ko-referierten. Zahlreiche Ausschussmitglieder berichteten von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit den Ampelschaltungen: Oft sei die Situation unbefriedigend, nicht nachvollziehbar und die sogenannte „Grüne Welle“ bleibe ein Wunschtraum.
Nach zahlreichen Wortmeldungen und vielen kritischen Anfragen aus den Reihen von CDU, FW und LMU meldete sich Bruno Oser (FDP) zu Wort und meinte: „So wie die Anlagen heute sind, läuft sie besser als früher.“ Wilhelm Heidinger (FDP) ermunterte dazu, beim Enzkreis eine Verkehrs-Hotline einzurichten. Das wäre mal eine ABM-Maßnahme wert. Im Übrigen laufe es in Mühlacker gut, denn die Materie sei sehr komplex.
Darauf hatten auch die Experten Müller und Weißenmayer hingewiesen. Immer wieder komme es zu Störungen bei den Induktionsschleifen auf der Straße und dann schalte das Programm in den Standardmodus. Bisweilen verirrten sich gar Schnecken ins Labyrinth der Kabel- und Modulwelt und sorgten für einen Kurzen im System. Wenn die Verwaltung dann nicht benachrichtigt werde, könne es Wochen dauern, bis der Schaden bei der nächsten Routineprüfung festgestellt werde. Immerhin: Nach über einstündiger Diskussion verständigten sich Ausschuss und Experten auf folgendes Programm: Zwischen Rapp- und Hindenburgstraße wird eine verkehrsabhängige Untersuchung durchgeführt , um Optimierungspotenziale zu ermitteln. Auch die Idee einer Verkehrs-Hotline wird im EnzkreisLandratsamt vorgetragen.
Autor: PZ-REDAKTEUR PETER MARX



