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meterhohe flammen in keltern-dietenhausen © TV-BW
Im eng bebauten Ortskern von Keltern-Dietenhausen mussten die Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen verhindern. Eine Scheune ist komplett abgebrannt, ein Wohnhaus daneben durch die Flammen unbewohnbar geworden. © Seibel
18.10.2012

130 Einsatzkräfte verhindern Brandchaos in Dietenhausen

Einer der größten Brände der vergangenen Monate im Enzkreis wird die Freiwilligen Feuerwehren im westlichen Enzkreis und aus Pforzheim noch die ganze Nacht hindurch beschäftigen. Eine gewaltige Rauchsäule steht über Keltern-Dietenhausen. Kilometerweit ist der Feuerschein durch die Nacht zu sehen. Im alten Ortskern steht eine Scheune in Flammen und der Brand hat bereits auf das angebaute Wohnhaus übergegriffen. Andere Häuser sind ebenfalls bedroht.

Bildergalerie: Meterhohe Flammen bei Großbrand in Keltern-Dietenhausen

Bildergalerie: 130 Rettungskräfte bekämpfen Großbrand in Keltern-Dietenhausen

Am Donnerstag gegen 22.15 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte schlugen die Flammen schon meterhoch aus dem Dach der Scheune. Eile war geboten, denn neben der Scheune steht ein Wohnhaus, und der alte Ortskern ist so eng bebaut, dass ein Übergreifen der Flammen schnell zu einer Katastrophe ausarten kann. Die Scheune ist komplett abgebrannt, der Brand im angebauten Wohnhaus konnte inzwischen gelöscht werden, doch hier kann vorerst niemand mehr wohnen. Wie groß der Schaden am Haus wirklich ist, kann noch niemand sagen. Eine im Haus lebende Frau ist bei Verwandten untergekommen.

Mit vereinten Kräften versuchten die Freiwilligen Feuerwehren aus allen Kelterner Ortsteilen plus die Wehren aus Birkenfeld, Königsbach, Remchingen, Straubenhardt, Neuenbürg und Pforzheim das Feuer so einzudämmen, dass keine weiteren Häuser in Brand geraten. Keine leichte Aufgabe im engen alten Dietenhausener Dorfkern. Ein großes Problem war die Wasserversorgung, denn nicht nur die Flammen mussten gelöscht, sondern auch die Umgebung nass gehalten werden, um die Ausbreitung des Brandes zu unterbinden. So mussten vier Schlauchleitungen von Dietenhausen über die Straße zwischen Ellmendingen und Nöttingen hinunter zur Pfinz gelegt werden. Alle vier bedrohten Gebäude konnten jedoch gerettet werden.

An Schlaf wird in diesem Ortsteil von Keltern wohl so schnell nicht zu denken sein. Die Nachlöscharbeiten dürften bis in die Morgenstunden hinein andauern. Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Deutsches Rotes Kreuz vor Ort. Keltern Bürgermeister Ulrich Pfeifer lobte Kreisbrandmeister Christian Spielvogel und die Feuerwehr für den geballten und letztlich erfolgreichen Einsatz, der Schlimmeres für Dietenhausen verhindert habe.

Verletzte hat es nach ersten Informationen nicht gegeben. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Thomas Kurtz

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