

„Wie kam ich zum Abi?“, diese Frage stellten sich die 126 Abiturienten des G8 und G9 (acht- oder neunjähriges Gymnasium) in Remchingen bei ihrer gemeinsamen Abschlussfeier. „How I got my Abi“ lautete das Motto des Abends in der Remchinger Kulturhalle.
In einem aufwändigen und abwechslungsreichen Bühnenprogramm ließen die Schüler ihre sie ihre Schulgeschichte Revue passieren ließen.
In Filmen, Videoclips und auf der Bühne präsentierten sie abenteuerliche Unterrichtsstunden und forderten die Lehrer bei Wissens- und Schätzfragen. Musik gehörte ebenfalls zum Unterhaltungsprogramm.
Das wichtigste war natürlich zu Beginn der über sechsstündigen Abschlussfeier die Überreichung der Reifezeugnisse durch Schulleiter Rudolf Reisinger. „Diese G9er waren die ersten Schüler des Gymnasiums, das damals nur auf dem Bauplan existierte“, sagte Reisinger. 58 Schüler verbrachten ihren Unterricht in der Bergschule. Als sich die G8er angemeldet hatten, stand der Rohbau und ein Jahr später konnte der Neubau bezogen werden. Ein junges Kollegium, das nicht in alten Strukturen verwurzelt war, habe den Unterricht attraktiv gestaltet.
„Das Abitur ist ein Etappenziel“, sagte Reisinger und riet den Absolventen ein soziales Jahr ins Auge zu fassen. Dies bestätigte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. „Es ist sehr wichtig, dass man sich in die Gesellschaft einbringt, wir brauchen das Ehrenamt“, sagte er. Viele Bereiche seien erst durch das Ehrenamt möglich geworden, sagte Georg Klamandt vom Förderverein. „Das Abitur ist kein berufsqualifizierender Abschluss“, wusste Elternvertreter Elmar Senneka, aber das solide Maß an Wissen sei eine Basis für die Herausforderungen im Beruf. Die G8 und G9 seien nahezu auf dem gleichen Leistungsniveau, wofür er der guten Ausbildung im Remchinger Gymnasium dankte. Wie die erste, skeptische Annäherung der Jahrgänge war, erzählten in humorvollen Worten die Scheffelpreisträger Louisa Schirmer vom G8 und Julian Zachmann vom G9. Bald merkten die Jüngeren, dass die Älteren nicht arrogant waren und mit ihrem Führerschein angaben. Die Älteren revidierten ihr Urteil über die „pubertierenden Nachwuchsabiturienten“ und mischten sich problemlos in den Klassen. „Mit dem richtigen Sitznachbarn war alles zu schaffen“, waren sich die beiden einig. Studienfahrten und gemeinsame Unternehmungen schweißten die Schüler zusammen. Sie dankten ihren Lehrern, Eltern und Freunden, die sie begleitet hatten.
Autor: Waltraud Günther | Remchingen






