
Der Abriss des Bahnhofsgebäudes in Königsbach ist in greifbare Nähe gerückt. Wie Bürgermeister Bernd Kielburger bei der Gemeinderatssitzung im Königsbacher Rathaus informierte, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe seinen Widerspruch gegen die positive Entscheidung des Landratsamts zurückgezogen.
Der Abriss des Bahnhofsgebäudes in Königsbach ist in greifbare Nähe gerückt. Wie Bürgermeister Bernd Kielburger bei der Gemeinderatssitzung im Königsbacher Rathaus informierte, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe seinen Widerspruch gegen die positive Entscheidung des Landratsamts zurückgezogen.
Die Enzkreis-Behörde hatte sich für den Abbruch ausgesprochen, da eine künftige Nutzung an diesem Ort nicht darstellbar sei. Er habe an entscheidender Stelle deutlich gemacht, so der Verwaltungschef, dass die Arbeiten an der L 570 so weit fortgeschritten sind, dass durch die ungeklärte Sachlage ein Stillstand oder ein Abbruch der Arbeiten eintrete. „Daher hat das Regierungspräsidium entschieden, den Einspruch zurückzunehmen“, so Kielburger. Jetzt erwarte man die endgültige Entscheidung des Landratsamtes.
Der Gemeinderat hatte im Juni 2011 einstimmig der Verwaltung den Auftrag erteilt, beim Baurechtsamt des Enzkreises einen Antrag auf Erteilung einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung zum Abbruch des um 1865 erbauten Gebäudes zu stellen. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Denkmalpflege, wurden umfangreiche bauliche Untersuchungen und ein Nutzungskonzept mit Kostenschätzung erstellt, sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass für eine künftige Nutzung 950000 Euro investiert werden müssten. Unter Berücksichtigung der örtlich nachhaltig erzielbaren Miete würde darüber hinaus ein jährlicher Zuschussbedarf von etwa 25000 Euro entstehen, eine unzumutbare Belastung für die Gemeinde. Nach Abbruch des Gebäudes soll eine Verbesserung des Zugangs zu den Bahnsteigen erfolgen, um so weit wie möglich Barrierefreiheit zu erzielen. Außerdem sollen weitere Parkplätze angelegt werden. Das Haus wurde jahrelang vom Enzkreis als Asylbewerberheim genutzt.
Autor: Ulrike Faulhaber