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„Regiomat“ heißt der Verkaufsautomat beim Hofladen von Jörg und Regine Blessing in Wiernsheim aus gutem Grund: Wie einige andere Erzeuger setzen auch die Blessings die stummen Verkäufer als Rund-um-die-Uhr Marketinginstrument für regionale Lebensmittel ein.Foto: Schierling
„Regiomat“ heißt der Verkaufsautomat beim Hofladen von Jörg und Regine Blessing in Wiernsheim aus gutem Grund: Wie einige andere Erzeuger setzen auch die Blessings die stummen Verkäufer als Rund-um-die-Uhr Marketinginstrument für regionale Lebensmittel ein.Foto: Schierling
17.10.2016

Automaten ergänzen das Lebensmittelangebot in der Region

Geld einwerfen und frische Lebensmittel ziehen? Das wird in Baden-Württemberg immer mehr zum Trend. In Regionen, in denen die Wege zum nächsten Supermarkt lang sind, beispielsweise in Sindringen im Hohenlohekreis, ersetzen Automaten bereits den alten Tante-Emma-Laden. Die stummen Verkäufer füllen damit zum Teil eine Lücke. Laut der Handelsberatung BBE ist die Zahl der Verkaufsstellen im Lebensmittel-Einzelhandel bundesweit in den letzten zehn Jahren von 52 150 auf heute nur noch 35 885 zurückgegangen.

Aber wie sieht es im Enzkreis aus? Das Bild ist ein anderes – mit Supermärkten sind die meisten Gemeinden gut versorgt. Dennoch gibt es auch im Enzkreis einige Verkaufsautomaten. Nur sind sie eher keine Lückenbüßer, sondern ein Marketinginstrument – in der Regel genutzt von Landwirten, die damit ihre Hofläden ergänzen, um regionale Produkte an die Kunden zu bringen.

Auf dem Biolandhof Blessing in Wiernsheim gibt es beides: einen Hofladen und einen Automaten. Während es im Bioladen eine deutlich größere Auswahl an Produkten aus der Region gibt, beschränkt sich das Sortiment im Automaten – mit Ausnahme von Eiern – auf hofeigene Erzeugnisse. „Wir haben ihn seit vier Jahren“, sagt Regine Blessing. Er soll jenen den Kauf von Milchprodukten, Fleisch und Wurst vom Hof der Blessings ermöglichen, die berufstätig sind und während der Öffnungszeiten des kleinen Ladens arbeiten. Ein gemeinsamer Automat mit anderen Erzeugern in einer Ortsmitte? Regine Blessing winkt ab. Zu groß sei der Aufwand, das Gerät dann zu bestücken.

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