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19.10.2011

Bahn-Gipfel für Stundentakt zwischen Karlsruhe und Stuttgart

ENZKREIS/PFORZHEIM. Auf der Bahnstrecke zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart sollen schnelle Züge tagsüber alle 60 Minuten fahren, zu den Hauptverkehrszeiten im 30-Minutentakt. Auf diese Forderung hätten sich der Enzkreis, die Städte Pforzheim und Mühlacker und die IHK Nordschwarzwald beim Bahn-Gipfel in Pforzheim geeinigt, erklärte der Regionalverband, unter dessen Federführung über die Ziele des Schienenverkehrs diskutiert wird.

Für Matthias Lieb vom Verkehrsclub ist das ein „enttäuschendes Ergebnis des Spitzengesprächs“. „Für die Zukunft ist das zu wenig“, kritisierte Lieb. Den Halbstundentakt gebe es in den Spitzenstunden schon heute. „Die Region vertritt mit ihrer Forderung nicht die Interessen der Bahnfahrgäste“, so der VCD-Vorsitzende aus Mühlacker, der Bahn-Gipfel falle damit „sogar hinter den aktuellen Fahrplan zurück“.

Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass der letzte Intercity durch Pforzheim keine Zukunft mehr hat, bot Baden-Württembergs Bahnchef Eckart Fricke der Region an, gemeinsam in einem Arbeitskreis über einen guten Nahverkehr zu sprechen. Auf Initiative der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast setzte sich auch das Land an den Runden Tisch. Die Verkehrsstaatssekretärin des Landes, Gisela Splett (Grüne), sagte, der bisherige Stundentakt, den der Intercity und der Interregio-Express (IRE) zurzeit im Wechsel bieten, müsse „auch langfristig gesichert werden“. Ob die Verdichtung zu einem Halbstundentakt möglich sei, hänge aber von der Finanzkraft der Landesregierung ab. rst