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Ein Moment, der Carsten Lachenauer in seiner nun zu Ende gehenden zweiten Amtszeit besonders viel Freude bereitet hat: Nach jahrelangem Kampf gemeinsam mit seinem Engelsbrander Amtskollegen Bastian Rosenau wurde der neue Asphalt für die einst löchrige Landesstraße zwischen Unterreichenbach und Grunbach endlich Realität. Im April 2015 war Freigabe. Foto: Ketterl, Archiv
Ein Moment, der Carsten Lachenauer in seiner nun zu Ende gehenden zweiten Amtszeit besonders viel Freude bereitet hat: Nach jahrelangem Kampf gemeinsam mit seinem Engelsbrander Amtskollegen Bastian Rosenau wurde der neue Asphalt für die einst löchrige Landesstraße zwischen Unterreichenbach und Grunbach endlich Realität. Im April 2015 war Freigabe. Foto: Ketterl, Archiv
14.10.2016

Bahn frei für Lachenauers dritte Runde als Schultes in Unterreichenbach

Unterreichenbach. Spannung, Drama, ein enges Rennen. Das alles hat Unterreichenbachs Rathauschef Carsten Lachenauer schon vor 16 Jahren hinter sich gebracht. Damals, am 19. Oktober 2000, setzte er sich erst im zweiten Anlauf mit 71 Stimmen Vorsprung gegen Lucas Hansen durch und wurde zum Nachfolger Hartmut Kuhlmanns. Und das nach einem lebhaften Wahlkampf und Wirbel um eine Unterstützungskampagne des FC Unterreichenbach für den begeisterten Fußballer Lachenauer. Am Sonntag nun steht der Rathauschef vor dem absoluten Kontrastprogramm: Den Schritt zur dritten Amtszeit geht er als Solist.

Spannung, Drama, ein enges Rennen. Das alles hat Unterreichenbachs Rathauschef Carsten Lachenauer schon vor 16 Jahren hinter sich gebracht. Damals, am 19. Oktober 2000, setzte er sich erst im zweiten Anlauf mit 71 Stimmen Vorsprung gegen Lucas Hansen durch und wurde zum Nachfolger Hartmut Kuhlmanns. Und das nach einem lebhaften Wahlkampf und Wirbel um eine Unterstützungskampagne des FC Unterreichenbach für den begeisterten Fußballer Lachenauer. Am Sonntag nun steht der Rathauschef vor dem absoluten Kontrastprogramm: Den Schritt zur dritten Amtszeit geht er als Solist. Nicht einmal ein Vertreter der Nein-Idee fordert ihn heraus. Diese Gruppierung, deren Vertretern es erklärtermaßen nicht ums Amt geht, pickt sich normalerweise Wahlen wie in Unterreichenbach heraus, um kritische Stimmen abzubilden, wo echte Konkurrenz fehlt.

Die Messlatte, die sich Carsten Lachenauer selbst auflegt, ist damit, wie viele der 1850 Wahlberechtigten in Unterreichenbach, Dennjächt und Kapfenhardt am Sonntag zur Wahl gehen. Das war auch schon bei seiner ersten Wiederwahl vor acht Jahren der Knackpunkt. Damals hatte er sich 45 Prozent Beteiligung zum Ziel gesetzt – ehrgeizig für ein Solo, das er auch damals absolvierte. Doch er nahm diese Hürde mit knapp über 46 Prozent. Und dieses Mal? „Ich hoffe schon wieder auf mehr als 40 Prozent Wahlbeteiligung“, sagt Lachenauer. Kann das klappen? „Ich vertraue da völlig auf die Unterreichenbacher“, so der Rathauschef.

Er setzt auf die engen Kontakte in den Dörfern der Gemeinde. Das ist eine völlig andere Voraussetzung als in einer Stadt wie Nagold. Dort hatte Oberbürgermeister Jürgen Großmann, der am 9. Oktober ebenfalls als Solist in die Wiederwahl gegangen war, eine Wahlbeteiligung von nur 20,6 Prozent schlucken müssen.

In Unterreichenbach gibt es immerhin schon ein Indiz für einen regeren Zuspruch als in Nagold. Hauptamtsleiter Ralph Sluka registrierte Stand Freitag 160 Briefwähler – und damit „rund 40 mehr als bei der letzten Wahl“. Zwar muss man in Betracht ziehen, dass es in Unterreichenbach durch das Wahlrecht schon ab 16 Jahren dieses Mal 90 Stimmberechtigte mehr gibt. Doch in den Jugendlichen vermutet Sluka nicht die klassischen Briefwähler.

Die Resonanz auf seine Bürgergespräche im Vorfeld der Wahl sei mittelprächtig gewesen, sagt Lachenauer. Doch das sei kein Wunder. Er persönlich habe ohnehin den Anspruch, immer viel unterwegs und nah bei den Leuten zu sein.