

STRAUBENHARDT. Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad — bestes Laufwetter also. Die Bedingungen für den sechsten Panoramalauf in Straubenhardt gestern waren optimal. Zuschauer und Sportler zeigten sich begeistert.
Um Punkt 11.15 Uhr gab der stellvertretende Bürgermeister von Straubenhardt Horst Reiser den Startschuss für das erste Rennen des Panoramalaufes: den Zehn-Kilometer- Sport Carré Lauf. Zumindest versuchte Reiser es. Offensichtlich ungeübt mit Schreckschusspistolen, kämpfte Reiser jedoch zunächst mit den Ladehemmungen der Signalwaffe.
Die Läufer ließen sich davon nicht stören und kamen gut ins Rennen und später auch ins Ziel. Am schnellsten gelang das dem 41-jährigen Martin Fischer vom TV Offenbach. Er lief gestern zum ersten Mal bei dem von der Pforzheimer Zeitung gesponserten Panoramalauf mit. „Das ist wirklich eine sehr schöne Strecke. Aber ich wusste nicht, dass es so hügelig ist“, offenbarte er, noch leicht atemlos, im Ziel.
Nur etwa zehn Minuten später kam auch der 13-jährige Fynn Kaiser dort an. Der jüngste Starter beim zehn-Kilometer-Lauf hatte allen Grund, stolz auf sich zu sein. „Mein Ziel war es, die Strecke in 50 Minuten zu schaffen“, sagte der Nachwuchssportler. Ziel erreicht. Die Strecke habe er vorher ein Mal geübt. „Aber ich habe ein Trampolin zu Hause“, erklärte er seine gute Kondition.
Ebenfalls eine tolle Leistung zeigte die 74-jährige Ingeborg Dubac aus Ettlingen. „Ich war nicht die Letzte“, freute sich die rüstige Seniorin, die bereits seit 22 Jahren beim Lauftreff in Ettlingen aktiv ist. „Die Ausdauer bleibt, aber die Schnelligkeit lässt nach mit dem Alter“, verriet sie nach der Siegerehrung.
Weniger um Schnelligkeit, als um den Spaß bei der Sache, ging es den Schülern der Gustav-Heinemann-Schule. Die geistig und körperlich behinderten Kinder und Jugendlichen walkten erfolgreich beim fünf Kilometer langen Corthum Lauf mit. „Ein bisschen anstrengend war es schon“, gab Olcay Bayrak im Ziel offen zu. Und er wäre auch gerne ein bisschen schneller gewesen.
„Das nächste Mal“, munterte ihn Lehrer Thomas Georg auf. Er hatte die Läufer der Gustav-Heinemann-Schule auf dem Fahrrad begleitet. „Alle sind durchgekommen“, sagte er. „Einmal hatten wir kurz ein Problem mit Seitenstechen. Aber alle waren sehr motiviert mitzulaufen.“
Zur Motivation auf der Zielgeraden trugen neben Moderator Harald Feierabend auch die zahlreichen, begeisterten Zuschauer bei. Sie feuerten die Sportler immer wied
er lautstark mit Rasseln, Tröten und Händeklatschen an. Und auch auf der Strecke wurden die Läufer tatkräftig unterstützt. Alle fünf Kilometer hielten die Streckenposten Wasser, Tee und Bananen bereit.
Autor: Bärbel Schierling



