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Am Bauschlotter Anger,  dort wo sich das Neulinger Ratsgremium im Halbkreis versammelt hat, wird im Frühjahr das Bertha-Benz-Denkmal aufgestellt. Im Hintergrund rechts die evangelische Kirche. Gegenüber steht das alte Bauschlotter Rathaus.
Am Bauschlotter Anger, dort wo sich das Neulinger Ratsgremium im Halbkreis versammelt hat, wird im Frühjahr das Bertha-Benz-Denkmal aufgestellt. Im Hintergrund rechts die evangelische Kirche. Gegenüber steht das alte Bauschlotter Rathaus.
© Manfred Schott

Bertha Benz ist in Bauschlott willkommen

NEULINGEN. Das Bertha-Benz-Denkmal des Künstlers Kurt Tassotti aus Mühlacker, gestiftet vom Pforzheimer Mäzen Werner Wild, kommt auf den Anger von Bauschlott. Dies beschloss der Neulinger Gemeinderat einstimmig.

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Auch über den Standort am unteren Abschnitt des Angers, schräg gegenüber der Kirche, wurde man sich einig. Die beiden Vertreter eines Standortes im oberen Teil der historischen Dorfanlage enthielten sich bei der Abstimmung über die Standortfrage der Stimme. Dennoch tragen sie diese Mehrheitsentscheidung mit, was auch im Sinne von Bürgermeister Michael Schmidt und Werner Wild ist, wie beide zu verstehen gaben.

Erste Pannenhilfe 1888

Der historische Bezug dieses Kunstwerkes zu Bauschlott ist gegeben, da Bertha Benz im Jahre 1888 bei der Überlandfahrt mit dem Motorwagen ihres Ehemannes Carl Benz die erste Pannenhilfe in der Autogeschichte von Schuhmacher Karl Britsch in der Pforzheimer Straße 18 erhielt.

Die ursprüngliche Idee von Werner Wild, das Bertha-Benz-Denkmal am Endziel der ersten Überlandfahrt mit einem Automobil, nämlich in Pforzheim, aufzustellen, war im vergangenen Jahr gescheitert (siehe „Zum Thema“). Der Neulinger Gemeinderat dagegen war von Anfang an begeistert vom Ansinnen des Stifters, das Denkmal am Bauschlotter Anger zu platzieren, was das Gremium bereits in der vorangegangen Sitzung zum Ausdruck brachte (die PZ berichtete). Eine Diskussion entstand damals im Rat darüber, welcher Bereich von zwei möglichen auf dieser historischen Meile der bessere ist. Künstler und Mäzen halten den Standort bei der Kirche für geeigneter. Bei der erneuten Gemeinderatssitzung im eisigen Ostwind direkt auf dem Anger und anschließend im Saal des „Goldenen Ochsen“ wurden die Stellen im Unterdorf und im „Oberdorf“ gemeinsam mit Künstler und Mäzen besichtigt und dabei die unterschiedlichen Argumente ausgetauscht. Insbesondere Rudolf Fuchs und Heinrich Furrer (beide Freie Wählervereinigung) halten wegen der Nähe zur Pforzheimer Straße 18, also zum historischen Ort, den Standort im oberen Teil des Angers für besser. Sie sehen im oberen Anger auch „die gefühlte Ortmitte“ in der Nähe von zwei Restaurants, dem Bäcker und der Bank. Sie sagen, auch Bertha Benz gehöre näher an die Straße, wo alles begann. Zahlreiche Bürger würden ebenso denken.

Nussbaum bleibt erhalten

Da der dortige hohe Nussbaum störend sei und Gefahren für das Denkmal bringe, sei man auch bereit, ihn ganz zu entfernen und eine Neugestaltung des fraglichen Angerbereiches ins Auge zu fassen. Den Nussbaum zu fällen, das stieß im Rat auf keine Gegenliebe.

Auch der Künstler möchte nicht, dass für ein Denkmal ein Baum fällt: „Ich hätte dabei ein schlechtes Gefühl.“ Tassotti machte deutlich, dass der untere Standort doch ruhiger sei, um Kunst zu erfahren. Dort bei der Kirche sei das Denkmal auch ein Multiplikator für den Ort. Auch lade dieser Platz eher zum Verweilen ein, als der obere Bereich, der nahe am Durchgangsverkehr liege. Mehrere Ratsmitglieder sprachen sich ebenfalls deutlich für den vom Künstler ausgesuchten Standort aus.

Autor: Manfred Schott

11.03.2010
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