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31.01.2011

Bildhauerschule im Steinbruch bei Wilferdingen löst nicht nur Beifall aus

REMCHINGEN. Wertet eine Bildhauerschule den Steinbruch zwischen Wilferdingen und Darmsbach auf? Oder stört eine solche Bildungseinrichtung in einem Landschaftsschutzgebiet? Der Remchinger Gemeinderat will darauf eine Antwort finden. Schon vor zweieinhalb Jahren hatte der Remchinger Gemeinderat auf Antrag des Kelterners Bernd Dennig beschlossen, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen.

Damit sollte eine Bildhauerschule im Steinbruch Fluckenberg ermöglicht werden, in dem Buntsandstein und Kalksandstein abgebaut wird. Doch das Vorhaben zieht sich auch deshalb lange hin, weil sich Behörden mit einem Rekultivierungsplan schwer tun. Dabei ist schon vor zwei Jahren geklärt worden, dass ein Ausbau der Zufahrtstraße nicht notwendig ist. Außerdem entstehe auch kein erheblicher Lastwagenverkehr, weil nur noch eine Teilverfüllung des Steinbruchs vorgesehen ist.

Kritische Fragen kamen in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor allem aus den Reihen der CDU-Fraktion. Kurt Ebel, einerseits stellvertretender Bürgermeister und andererseits Naturschutzbeauftragter, ist überzeugt: „Es wird ein Gebäudeteil entstehen, der nicht ganz verschwindet. Drei Vollgeschosse wirken in einem Landschaftsschutzgebiet sehr dominant.“ Dass zwei Wohnungen entstehen sollen – eine für den Seminarleiter und eine für den Hausmeister – geht ihm ebenfalls gegen den Strich: „Das soll ja keine Wohnresidenz werden. Dort wäre nämlich ein Super-1a-Standort auf der Anhöhe.“ Außerdem wehrt sich Ebel gegen eine massive Einfriedung und gegen „eine Art von Festung.“ Sein Fazit lautet deshalb: „Notwendiges kann dort hin, aber nichts Übertriebenes.“

Eine Entscheidung wurde zunächst nicht gefällt. Das Gremium einigte sich auf Ebels Vorschlag darauf, zunächst ein Gerüst im Steinbruch aufzustellen, damit die Höhenentwicklung eines künftigen Gebäudes beurteilt werden kann.