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Die Terminplanung  für das Zukunftsprojekt „Lebendige Kommune“ legten im Ispringer Rathaus Bürgermeister Volker Winkel, Annette Kurth und Alex Kramer (von links) fest.
Die Terminplanung für das Zukunftsprojekt „Lebendige Kommune“ legten im Ispringer Rathaus Bürgermeister Volker Winkel, Annette Kurth und Alex Kramer (von links) fest.
© Manfred Schott

Bürger sollen Ispringen benoten

ISPRINGEN. „Lebendige Kommune – Auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit“, ist das Motto für ein Marketingkonzept der Gemeinde Ispringen. Gemeinderat und Verwaltung beschäftigen sich schon seit Ende vergangenen Jahres damit.

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Es geht darum , eine Bestandsanalyse mit Zukunftsprognose und praktischen Schritten für die Weiterentwicklung der Gemeinde zu erstellen.

Die freiberuflich tätige Diplom-Sozialwirtin Annette Kurth und die Werbeagentur Conceptplus, vertreten durch Alex Kramer, haben den Auftrag erhalten, Vorschläge zu unterbreiten. Auch die Hochschule Pforzheim, Fachbereich Marketing, soll in einzelne Aufgaben mit einbezogen werden. Ihr Projektmanagement „Alles aus einer Hand“ haben die Genannten bereits dem Gemeinderat vorgestellt.

Marketing und Bürgerbeteiligung

Jetzt stellten sie zusammen mit Bürgermeister Volker Winkel die konkrete Vorgehensweise mit einem Zeitplan zusammen. „Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und Bürgermarketing, das sind die drei Säulen, auf denen das Zukunftskonzept fundiert ist“, sagt Kurth. Die Nachhaltigkeit soll wirtschaftliche, soziale und ökologische Lebensqualität bringen und Ispringen auch in Zukunft attraktiv für Jung und Alt machen. Damit die Konzepte von den Bürgern auch mitgetragen werden, ist für die Diplom-Sozialwirtin die Beteiligung der Einwohner von Anfang an wichtig. Sie versteht darunter eingehende Information, den Dialog, Mitsprache durch Vorschläge und Mitgestaltung bei der Umsetzung. Beim Bürgermarketing sollen schließlich die überzeugten Bürger für ihre Gemeinde selbst werben.

Der erste Schritt in Richtung „Lebendige Kommune“ wird die Bestandsanalyse sein, die Ende April anlaufen soll. Dies geschieht über anonyme Fragebogen, die im Gemeindemitteilungsblatt und auf der Homepage der Gemeinde zu finden sind. Unter anderem wird gefragt: „Wie zufrieden sind Sie mit den verschiedenen Lebensbereichen der Gemeinde?“ Für Sparten wie ökonomische, ökologische und soziale Bereiche können Noten von eins bis sechs vergeben werden. Auch wo Handlungsbedarf gesehen wird, kann mitgeteilt werden. Studenten werden zusätzlich 100 Interviews zu diesen Themen im Ort durchführen.

Die Erkenntnisse aus dieser Bestandsaufnahme werden im Rahmen einer Klausurtagung zusammen mit dem Gemeinderat ausgewertet. Für Oktober ist in der zweiten Projektphase eine Bürgerversammlung geplant, in der das Ergebnis der Ist-Analyse präsentiert wird. Es sollen bei dieser Veranstaltung Projektgruppen gebildet werden, die einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten. Im November ist nach diesem Terminplan die Entscheidung des Gemeinderates gefragt, der festzulegen hat, welche Maßnahmen angegangen werden. Schließlich sollen ab 2011 die beschlossenen Projekte verwirklicht werden.

Autor: Manfred Schott

11.03.2010
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