
ENZKREIS. Der Haushalt des Enzkreises fürs kommende Jahr ist unter Dach und Fach. Doch einfach zur Tagesordnung übergehen kann der Kreistag deshalb noch lange nicht. Bei den beiden Krankenhäusern in Neuenbürg und Mühlacker fängt der Kreis mit insgesamt fünf Millionen Euro das Finanzdefizit auf und investiert jetzt viel Geld in die Modernisierung der Patientenzimmer im Krankenhaus in Mühlacker.
„Das darf aber keine Daueraufgabe werden“, warnte denn auch CDU-Fraktionschef Günter Bächle schon mal. Der laufende Betrieb müsse sich wieder selbst tragen, so wie das der Enzkreis vor Jahren mit der Regionalen Kliniken Holding vereinbart hatte.
Bächle weiß um die „ungünstigen gesetzlichen Rahmenbedingungen“ für die Kliniken. Er forderte die Bundesregierung und das Land auf, den Krankenhäusern mehr unter die Arme zu greifen. „Bund und Land lassen uns derzeit vollkommen im Stich“, sagte auch Bächles Kreistagskollege Frank Kreeb von der Freien Wählervereinigung (FWV). Fraktionsvorsitzender Kreeb ermahnte die Abgeordneten aus dem Kreis, den Druck auf „die Entscheidungsgremien zu verstärken, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum dauerhaft zu sichern“. Rst




Leserkommentare (1)
Mehr KommentareTja, alles schon mal dagewesen. Das sagen aufmerksame Beobachter der Krankenhaus-Szene in und um Pforzheim. Ja, das Defizit sollte durch die neue Struktur der Kreiskrankenhäuser für immer vorbei sein. Nur ein fester Betrag für laufende Investitionen, kein Betriebsdefizit, mehr muß der Enzkreis nicht mehr bringen. Dieser vollmundige Spruch des Landrats ist mir nocht gut im Ohr. Davon kann heute natürlich keine Rede mehr sein. Nun ist der Gesetzgeber schuld, ob in Berlin oder Stuttgart, daß die ...... mehr...