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Nach 18 Monaten Probearbeit am Ziel:  110 Sänger und Instrumentalisten brachten in der Margarethen-Kirche in Eisingen das Oratorium „Israel Schalom“ zur Aufführung.
Nach 18 Monaten Probearbeit am Ziel: 110 Sänger und Instrumentalisten brachten in der Margarethen-Kirche in Eisingen das Oratorium „Israel Schalom“ zur Aufführung.
© Martin Schott

Den ganz großen Auftritt gemeistert

Zweimal voll besetzt war die evangelische Margarethenkirche in Eisingen, rund 1000 Besucher erlebten die beiden Aufführungen von „Israel Schalom“ an diesem Wochenende. In den beiden Konzerten gipfelten die Vorarbeiten von zwei Jahren, davon 18 Monate Probenarbeit in Chören und Orchestern. Nicht enden wollender Applaus und ein Publikum, das sich in Anerkennung der großartigen musikalischen Leistung von den Plätzen erhob, war der Lohn für die über 100 mitwirkenden Sänger und Instrumentalisten.

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Um das Oratorium für „Solisten, Chor, Sprecher und Orchester“ zur Aufführung zu bringen, hatten sich Chorgemeinschaft „Eintracht“ Eisingen, der Chor „Spektrum“ und der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Eisingen und der Musikverein Eisingen zusammengetan. Es sei ein außergewöhnliches Ereignis, sich in einer solchen Zusammenarbeit an ein derart gewaltiges Projekt zu wagen, würdigte Pfarrer Manfred Weida.

Geschichte in Liedern

„Israel Schalom“ erzählt in Liedern und gesprochenen Texten die Geschichte des Volkes Israel aus Altem und Neuem Testament und spannt den Bogen bis in die Gegenwart. Der 40. Jahrestag der Gründung des Staates Israel 1988 hatte Komponist Klaus Heizmann veranlasst, dieses Oratorium zu schreiben. „Israel Schalom“ zählt seitdem zu den populärsten Stücken der zeitgenössischen geistlichen Musik. Am Premierenabend war der Komponist als Gast in der Margarethenkirche und zeigte sich beeindruckt von der Darbietung der Eisinger Sänger und Instrumentalisten, die von Chordirektorin Siegrun Stütz dirigiert wurden. Das Oratorium verfolgt Stationen wie Abrahams oder Moses‘ Geschichte. Verbindendes Element zwischen den insgesamt 27 musikalischen Einzelstücken des Oratoriums bildeten die Beiträge des Sprechers. Dessen Rolle erfüllte mit sonorer Stimme Eisingens Bürgermeister Roland Bauer. Bemerkenswerte solistische Beiträge lagen auf den Schultern von Ilona Förster, Martina Klein, Inge Schneider, Andreas Hoffmann und in besonderem Umfang auf Bariton Rudi Vogel.

Integriert waren traditionelle Lieder der israelischen Volksmusik, wie „Hevenu schalom alechem“, „Schalom chaverim“ oder „Hava nagila“. Über Geburt und Wirken Jesu, die Zeit der Diaspora bis zur Gründung des Staates Israel 1948 führte das Oratorium zum Finale.

„Wir sind stolz darauf, in Eisingen ein solch großes kulturelles Ereignis bieten zu können“, sagte Hans-Peter Karst, Vorsitzender der Chorgemeinschaft „Eintracht“ Eisingen. Den Chor- und Orchesterleitern Carmen Ritzmann, Siegfried Karst und Siegrun Stütz und ihren Ensembles sei Außerordentliches gelungen.

Martin Schott

25.10.2009
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