
Enzkreis/Pforzheim. Der Juni 2012 bescherte der Region weniger echte Sommertage jenseits der 25 Grad als im Vorjahr – dafür aber heißere und schwülere.
Recht machen kann es das Wetter den Menschen in den seltensten Fällen. Und Geduld haben viele Zeitgenossen auch nicht beim Blick nach oben. Kaum war der 21.Juni vorbei und mit ihm der kalendarische Sommeranfang, fragte eine große Boulevardzeitung mit Blick auf den in weiten Teilen Deutschlands trüben Himmel beleidigt: „Das soll der Sommer sein?“ „Also bitte“, hätte da der Juni pikiert antworten können, „wollen Sie mir gnädig einen Tag Anlauf zugestehen?“
Tatsächlich war der erste Sommermonat jedenfalls im Enzkreis und in Pforzheim ganz ordentlich warm – allerdings war er oft genug auch ziemlich nass. Nach dem ebenfalls schon sommerlichen Mai mit seiner anhaltenden Trockenheit fiel vor allem die Juni-Nässe auf. Trotz der fast durchweg warmen Temperaturen. Im Vergleich zum Juni 2011 bot dieser Monat allerdings deutlich weniger echte Sommertage, die laut Definition die 25-Grad-Marke knacken müssen. Nur sechs solcher Tage waren es zuletzt. Aber wenn schon Sommer, dann gleich richtig. Das zeigte vor allem der Monatsausklang mit schwül-warmen 30 Grad und mehr. In der Spitze hängte dieser Juni den des Vorjahres ab. Und auch beim Regen galt das Motto „wenn schon, denn schon“. An Tagen wie dem 7., dem 19. oder dem 24. Juni öffnete der Himmel so richtig seine Schleusen – mit kräftigen Unwettern.
Autor: Alexander Heilemann




