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14.04.2009

Die Stationen der Harry-Wörz-Prozesse

Vor dem Landgericht Mannheim beginnt am 22. April erneut das Wiederaufnahmeverfahren gegen Harry Wörz. Die Stationen der bisherigen Prozesse:

29. April 1997: Andrea Z., die ehemalige Frau von Harry Wörz, wird mit einem Wollschal beinahe erdrosselt.

16. Januar 1998: Das Landgericht Karlsruhe befindet Wörz des versuchten Totschlags an seiner ehemaligen Frau für schuldig und verhängt eine elfjährige Haftstrafe.

11. August 1998: Der Bundesgerichtshof verwirft die Revision als unbegründet. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

6. April 2001: Eine Zivilkammer des Karlsruher Landgerichts weist eine Schmerzensgeldklage des Opfers gegen Wörz ab, weil seine Schuld nicht nachweisbar sei.

30. November 2001: Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe ordnet ein Wiederaufnahmeverfahren an und verfügt die Freilassung von Wörz, der vier Jahre und sieben Monate im Heimsheimer Knast inhaftiert war.

30. Mai 2005: Vor dem Landgericht Mannheim beginnt das Wiederaufnahmeverfahren.

6. Oktober 2005: Das Landgericht Mannheim spricht Wörz aus Mangel an Beweisen frei. Der Vorsitzende äußert Zweifel an seiner Unschuld.

16. Oktober 2006: Der Bundesgerichtshof hebt den Freispruch auf und ordnet die Neuauflage des Prozesses in Mannheim an. rst