

KELTERN-DIETLINGEN. Gezählt sind die Tage der EnBW-Turmstation bei der Kelter in Dietlingen. Im Rahmen der Unterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Mittel- und Niederspannungsnetz der Gemeinde wird momentan das Relikt aus alten Tagen durch eine sogenannte Unterflurstation ersetzt.
Während die etwa 50 Jahre alte Turmstation rund zehn Meter in die Höhe ragte, wird dann die neue Station mit etwa einem Meter Höhe kaum noch auffallen. Mit dem Aufbau einer flächendeckenden Erdgasversorgung in Keltern Anfang der 90er Jahre und umfangreichen Tiefbauarbeiten wurden auch die Hausanschlüsse für den Strom von Dachständer auf Erdkabel umgestellt.
Nach dem Abbau der Freileitung zwischen 1993 und 1995 diente die Turmstation nur noch als Einspeisestelle für das Kabelnetz und als Verteiler-Knoten.
Mit dem anstehenden Abbruch in den nächsten Tagen wird die Geschichte des Stromhäusles, wie es im Volksmund heißt, bei der Dietlinger Kelter endgültig zu Ende geschrieben sein. Nach dem bereits erfolgten Abbruch der Turmstation bei der Kelter in Ellmendingen im vergangenen Jahr gibt es derzeit in Keltern noch insgesamt drei Turmstationen deren Tage aber ebenfalls gezählt sind.
Allenthalben ist die EnBW in Keltern derzeit damit befasst, Freileitungen durch Erdkabel zu ersetzen. So wird derzeit auch die 20 kV-Freileitung von der Niebelsbacher Grenzsägmühle zur Station Schwarzwaldstraße auf einer Länge von zirka 800 Metern in den Boden verlegt. Mit dieser rund 120 000 Euro teuren Maßnahme wird auf diesem Streckenabschnitt gleichzeitig auch ein Leerrohr für eventuell weitere Versorgungsleitungen mit verlegt.
Autor: Theo OsSmann



