

Mönsheim. Der Mönsheimer Volleyballclub hatte zu Beginn des Jahres ein Auge auf das ehemalige Radsportheim geworfen. Zwischenzeitlich hat sich die erhoffte Möglichkeit, dort ein Volleyballfeld zu errichten, als nicht ganz unproblematisch herausgestellt. Die Gemeinde Mönsheim schlägt deshalb als Alternative ein Areal hinter dem Freibad vor.
Bürgermeister Thomas Fritsch erklärte in der Gemeinderatsitzung, dass die Bauvoranfrage für das Anlegen eines Beachvolleyballfeldes am ehemaligen Radsportheim mitsamt den Bedenken aus der Anhörung der Nachbarn ans Baurechtsamt weitergeschickt wurde. Ein förmlicher Bescheid liege zwar noch nicht vor, aber als Zwischenbericht wurde dem Bürgermeister mitgeteilt, dass weitere Stellungnahmen eingegangen seinen. Aus naturschutzrechtlicher Sicht werde dem Bauvorhaben zwar grundsätzlich zugestimmt, allerdings ist bei der Umzäunung ein mindestens zehn Zentimeter hoher Abstand zum Boden einzuhalten, um eine Durchlässigkeit für Wildtiere zu gewährleisten.
Das Forstamt weist auf den vorgeschriebenen Waldabstand hin, der deutlich unterschritten werde. Deshalb kam von dort der Vorschlag, für die „Modesportart „Beachvolleyball“ zunächst eine Genehmigung auf zehn Jahre zu befristen. Durch die vielen Einwendungen gegen das Vorhaben aus der Nachbarschaft werde auch ein Lärmgutachten für das Sportgelände „Appenberg“ ins Gespräch gebracht.
Bürgermeister Fritsch machte deutlich, dass die Forderungen des Naturschutzes für die Gemeinde und den Verein tragbar wären. Die Befristung auf zehn Jahre, wie vom Forstamt gefordert, sei für eine zukunftsorientierte Vereinsführung allerdings schwierig. Kritisch sah er auch das Gutachten, für das sämtliche Lärmquellen des gesamten Sportgeländes betrachtet würden.
Als Alternative schlug Fritsch das Gelände hinter dem Freibad vor, das zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal in Betracht gezogen worden war, aber von der Gemeinde damals nicht erworben werden konnte. „Zwischenzeitlich ist einige Zeit durchs Land gegangen“, begründete Fritsch eine erneute Anfrage bei den Eigentümern, die jetzt dem Verkauf zustimmen.
Gemeinderat Walter Knapp (FWG) warf ein, dass man ursprünglich etwas für das Radsportheim finden wollte und nun auf einmal Gelände für den Volleyballsport erwerben wolle. Er sprach sich aber nicht gegen das Vorhaben aus, wies aber auf die Parkplatzproblematik am Freibad hin. „Die Problematik kann man aber mit ein bisschen guten Willen und guter Planung abwenden“, stellte Knapp fest. Auch Gemeinderätin Stefanie Haindl (FWG) legte Wert auf eine gute Planung, um dem Parkplatzproblem entgegenzuwirken.
Insgesamt wurde in der Runde mehrmals die Empfehlung, ein Gesamtkonzept zu erstellen, genannt, da das Gelände auch die Möglichkeit zum späteren Bau eines Vereinsgebäudes offen lassen würde. Als Aufenthaltsraum für den Verein käme vorläufig die Nutzung des Jugendraumes in Frage, Duschen wären im nahe gelegenen Freibad erreichbar. „Klar ist, dass die Alternative mehr Möglichkeiten bietet“, sprach sich auch Gemeinderat Hans Kuhnle (BLM) für den neuen Vorschlag aus. Bei einer Gegenstimme entschied sich das Gremium mehrheitlich, die Alternative „Beachvolleyballfeld beim Freibad“ weiter zu verfolgen und zur Genehmigung einzureichen. Die Planung beim Radsportheim soll aufgegeben werden.
Autor: Claudia Keller






