


HEIMSHEIM. Der erst 24 Jahre alte Daniel Kienle ist seit einer Woche der neue Hauptamtsleiter in Heimsheim. Monatelang hat es Zwist im Gemeinderat über die Neuschaffung und Besoldung dieser Stelle gegeben.
Er dürfte einer der jüngsten Hauptamtsleiter überhaupt sein: Mit seinen 24 Jahren übernimmt Daniel Kienle eine verantwortungsvolle Position in der Verwaltung Heimsheims. Am 23. August hat er seinen Dienst angetreten, inzwischen hat er sich eingelebt. Nur eingerichtet ist er noch nicht so ganz: „Ich bin vor einer Woche nach Heimsheim gezogen, muss also meine Wohnung noch fertig einräumen. Mein Büro braucht auch noch das Eine oder Andere.“
Bedenken, dass er mit seinen 24 Jahren zu jung für diese verantwortungsvolle Stelle ist, plagen Daniel Kienle nicht. „Ich habe bei EnBW Informatikkaufmann gelernt, dann ein Studium zum Diplomverwaltungswirt in Ludwigsburg drangehängt. Ich bin gut vorbereitet.“
Die ersten Dinge, die Kienle angehen will, sind die Umstrukturierung von Personalangelegenheiten und das Zusammentragen von Fristen, zum Beispiel für die im Februar 2011 anstehende Wahl. Dass die Wahl des Gemeinderats auf den jungen Mann aus der Nähe von Aalen gefallen ist, lässt sich vielleicht mit seiner größten Stärke – aus seiner Sicht –, nämlich Zuverlässigkeit, erklären. „Außerdem bin ich teamfähig, obwohl ich mir bewusst bin, dass ich mit der Stelle des Hauptamtsleiters eine Führungsposition inne habe.“ Damit hat er sich nach PZ-Informationen gegen etliche Mitbewerber durchgesetzt.
Kienles Aufgaben umfassen auch das Vereinswesen und die Kulturarbeit, beides Punkte, die dem langjährigen Tennis- und Theaterspieler sehr gelegen kommen. „Ich sehe mich bereits nach einem geeigneten Verein um“, sagt er zuversichtlich.
Die Schaffung dieser Stelle, die maximal zur Besoldungsgruppe A12 gehört, hat in den vergangenen Monaten für heftige Diskussionen im Heimsheimer Gemeinderat gesorgt: Eine Untersuchung der Gemeindeprüfungsanstalt hatte im Vorfeld ergeben, dass sich die Aufgabenbereiche verschiedener Stellen verschoben hätten. Das hatte zur Folge, dass der frühere Hauptamtsleiter Paul Moch zuständig wurde für Bausachen. Die übrigen Aufgaben des Hauptamts übernahm zwischenzeitlich Timo Boksan. Die Stelle des Hauptamtsleiters ist ausgeschrieben worden, im Haushaltsplan wurde damit eine zweite A12-Besoldungsstelle im gehobenen Dienst eingeplant – also eine mehr als in den Jahren zuvor. Vor allem die Fraktion der Bürger für Heimsheim hatte sich dagegen gestellt, da damit die Personalkosten im Rathaus steigen würden.
unter www.heimsheim.de.
Autor: KRISTIN BAUER




Leserkommentare (1)
Mehr KommentareNa da traut sich ja noch eine Gemeinde einen jungen Mitarbeiter in eine Führungsposition zu setzen. Das kann nur gut sein. Viel Erfolg! mehr...