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14.05.2010

Einbrecher versuchen es mit dem Kopf durch die Wand

DOBEL. Es gibt Einbrecher, die lieben es eher auf die harte und komplizierte Tour. Observieren, organisieren, planen und dann filmreif durch die Wand ins Gebäude eindringen. Und dann gibt es Einbrecher, die sich dabei unheimlich anstrengen und am Ende dann doch einsehen müssen, dass alle Mühe umsonst war und sie allenfalls das Zeug zum Kleinkriminellen haben und ganz uncool durch eingeschlagene Scheiben ins Haus klettern müssen. So ähnlich könnte es bei den Einbrechern gewesen sein, die in der Nacht zum Freitag in den Treff-Markt in Dobel eingestiegen sind.

Die unbekannten Täter rissen neben dem Haupteingang ein Bauelement heraus und stellten dann Schaltafeln davor, die sie zuvor von einem 150 Meter entfernten Lagerplatz an der Neusatzer Straße entwendet hatten. Möglicherweise transportierten sie diese zu Fuß zum Tatort. Die Idee mit dem Wanddurchbruch schien viel versprechend, die Idee mit dem Sichtschutz durch Schaltafeln war es wohl auch. Aber trotzdem: Mit dem Kopf durch die Wand - das ging in dieser Nacht nicht. Obwohl die Einbrecher trotz brachialer Gewaltanwendung an der Außenfassade nicht in den Markt gelangten, schlugen sie schließlich - ganz banal wie jeder kleine Gelegenheitsdieb auch - eine Glasscheibe zum Getränkelager ein und kamen so ins Gebäude.

Immerhin konnten sie mit Werkzeug umgehen, sonst wäre es ihnen wohl nicht möglich gewesen, mehrere Tausend Euro aus einem Tresor zu klauen. Eventuell löste die akustische Alarmanlage kurzzeitig aus. Zeugen, die entsprechende Beobachtungen beim Supermarkt oder beim Transport der Schaltafeln gemacht haben oder Hinweise zu der Straftat geben können, sollen sich beim Polizeiposten Bad Herrenalb, Telefon (07083) 2426, zu melden. pol