

NEUENBÜRG. Die Belebung der Innenstadt bleibt Thema in Neuenbürg. Auf Initiative des Elternrats soll dort 2011 eine Spiel- und Actionstraße veranstaltet werden. Der Flohmarkt auf dem Kirchplatz fällt stattdessen weg.
Trödler und Händler werden dieses Jahr vergeblich auf den Herbst-Flohmarkt in Neuenbürgs Stadtkern warten. Wegen zu geringen Zulaufs von Seiten der Bevölkerung wird er, wie auch der Frühjahrs-Flohmarkt, nicht mehr stattfinden. „Es macht mich traurig, dass wir unser Ziel, das Städtle zu beleben, nicht mehr erreichen konnten“, sagte Stadträtin und Organisatorin Christine Danigel auf PZ-Anfrage. Gerade von den Neuenbürgern selber sei der beliebte Trödelmarkt auf dem Kirchplatz zu wenig angenommen worden. Zudem seien die Rahmenbedingungen nicht mehr optimal gewesen.
Rund sieben Jahre gab es das Angebot von der Projektgruppe Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Kindergarten „Ziegelrain“. Die Einnahmen aus Standgebühr und Bewirtung kamen meist einem sozialen Zweck zugute. Zuletzt seien es jedoch immer die gleichen Eltern gewesen, die sich vom Kindergarten beteiligt hätten. „Die Zeit war reif zu sagen, wir machen etwas Neues“, so Danigel.
So soll im nächsten Jahr vom Schulhof der Schlossbergschule bis über den Kirchplatz hinweg eine Spiel- und Actionstraße für Kinder, Familien und Erwachsene angeboten werden.
Die Idee stammt von Sabine Becker vom Elternrat Neuenbürg, die derzeit das Konzept entwickelt und die ersten Vorbereitungen unternimmt. „Spiel, Spaß und Action sollen im Vordergrund stehen. Wir wollen für alle Altersgruppen etwas anbieten“, sagt Becker. Geplant seien Stationen wie Dosenwerfen, Bobby-Car-Rennen, Bierkisten stapeln oder Kreativangebote wie Steine bemalen und Skulpturen bauen.
Dafür sollen jetzt Vereine, Kindergärten, Krabbelgruppen, Schulklassen, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz angefragt werden. Anfang kommenden Jahres sollen die Gruppen dann eingeteilt werden. „Es wäre toll, wenn ganz viele mitmachen würden und jeder eine Station anbietet“, so Becker.
Eingeklinkt in die Organisation habe sich auch die Sozialarbeiterin der Schlossbergschule, Kerstin Bohn. Durch sie werden besonders die Jugendgruppen vertreten sein. Vorstellbar sei zum Beispiel, dass die einzelnen Stationen von Jugendlichen gefilmt und abends im Kinder- und Jugendcafé „Munufeu“ beim Roten Kreuz präsentiert werden. „Dort soll es ein offenes Ende mit Disco, Tanz- und Filmpräsentationen geben“, so Organisatorin Sabine Becker. Geringe Beträge werden voraussichtlich bei den Spielangeboten anfallen.
Diese sollen der offenen Jugendarbeit zugute kommen. Mit der neuen Spielstraße wolle der Elternrat keine Konkurrenz zum Kinderfest des Schwarzwaldvereins darstellen, das kommenden Sonntag wieder im Schlossgarten stattfindet. „Wir wollen einfach im Städtle etwas losmachen“, so Becker.
Autor: PZ-MITARBEITERIN ANITA MOLNAR



