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26.10.2010

Enzkreis-Kliniken unter finanziellem Druck

ENZKREIS. Weichenstellungen in der Gesundheitspolitik setzen die Enzkreis-Kliniken unter Druck. Im Kreistag äußert besonders die CDU-Fraktion ihre Sorge über die Entwicklung. Landrat Röckinger sagt: „Da muss etwas passieren.“ CDU-Sprecher Günter Bächle verwies im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss des Kreistags besorgt auf tief rote Zahlen der Enzkreis-Kliniken im zweiten Jahr in Folge.

Seine Sorge: Auf den Enzkreis könnten in Zukunft deutlich höhere Kosten zukommen. Für die Unionsfraktion gelte dann aber: „Wenn wir mehr geben, wollen wir mehr Mitsprache.“ Für die Freien Wähler richtete Frank Kreeb den Blick auf den Punkt, der seiner Auffassung nach für die Probleme verantwortlich ist – und der nicht in der Verantwortung der Holding liege: Die Gesundheitspolitik sei es, die kleine und mittlere Krankenhäuser benachteilige und unter großen Druck setze. Dort sieht auch Landrat Karl Röckinger die Hauptbaustelle für die Kliniken. Durch die Holding seien Verbesserungen in einer Größenordnung von rund 25 Millionen Euro erwirtschaftet worden, doch schlage sich das wegen der politischen Benachteiligung der kleineren Häuser derzeit nicht auf die Zahlen nieder. „Das ist für mich ein untragbarer Zustand“, so Röckinger.