Tierquäler in der Region

Ein Bild des Jammers: Dieses Pferd musste in dem Engelsbrander Stall eingeschläfert werden.
Ein Bild des Jammers: Dieses Pferd musste in dem Engelsbrander Stall eingeschläfert werden.
01.03.2013

Erschütternde Zustände: Pferdebesitzerin überfordert

Engelsbrand. Diesen Anblick wird die Frau aus Engelsbrand so schnell nicht vergessen: In dem Stall in einem Engelsbrander Ortsteil blicken ihr etwa zehn Pferde entgegen – alle bis auf die Knochen abgemagert, manche Fohlen haben aufgeblähte Bäuche. In einer Ecke liegt ein Pferd auf dem Boden, es strampelt mit den Beinen und ist bereits wund gelegen.

„Es war einfach furchtbar“, erzählt die Frau, die sofort das Veterinäramt einschaltete. Wenig später zeigt sich, dass sie richtig erkannt hat, wie dramatisch die Lage ist: Das Pferd, das auf dem Boden liegt, muss eingeschläfert werden. Um die anderen Tiere wird sich das Amt kümmern.

Wie die Frau aus Engelsbrand berichtet, sei in dem Stall bereits vor zwei Wochen ein Tier gestorben. Am Mittwoch sei sie informiert worden, dass es erneut einem Tier schlecht gehe – und sei dann gemeinsam mit Bekannten in den Stall gegangen. „Wir haben zuerst versucht, das Pferd wieder auf die Beine zu bekommen, aber es war schon zu spät“, erzählt sie. Das Tier sei bereits zu schwach gewesen und habe hilflos in seinem Kot gelegen.

Die Besitzerin der Tiere sei nicht da gewesen. „Ich bin erschüttert, dass sie sich nicht um das Tier gekümmert hat. Da dreht sich einem der Magen um“, meint die Frau, die selber Pferde besitzt. Auch die anderen Tiere hätten ein Bild des Jammers geboten: Abgemagert standen sie bis zu 40 Zentimeter hoch in ihrem Mist, beschreibt die Frau.

Die aufgeblähten Bäuche der Fohlen seien ein Zeichen dafür, dass sie wohl noch nie eine Wurmkur erhalten hätten. Unhaltbare Zustände, wie sie meint. Eine Bekannte sei zusammengebrochen, als sie das Leid der Tiere gesehen habe.

Jetzt wird sich das Veterinäramt dem Schicksal der Pferde annehmen, wie Leiter Ulrich Dura auf PZ-Anfrage mitteilt. Man werde Maßnahmen treffen, damit es den Tieren besser gehe, kündigt er an. Aber das schaffe man nicht von heute auf morgen. Es müsse überprüft werden, ob man einzelne Tiere anderweitig unterbringen kann – die Pferde sind zwischen einem und 20 Jahren alt. In Einzelfällen könne er aber auch nicht ausschließen, dass ein Tier beim Schlachter landen könnte, räumt er offen ein.

Noch sei nicht klar, warum sich die Besitzerin nicht genügend um ihre Tiere gekümmert hat. Es werde geprüft, ob sie zu wenig Zeit oder zu wenig Geld habe. Auf jeden Fall sei sie mit den Pferden, die sie sich als Hobby hielt, überfordert gewesen. „Es ist nicht ganz einfach, zehn Pferden gerecht zu werden“, betont Dura. Außerdem prüfe das Veterinäramt, ob die Besitzerin wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt wird.

Wer sich vorstellen könnte, eines der Pferde zu übernehmen, kann sich mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Telefon: (07231)308-9401

Hasso M
02.03.2013
Erschütternde Zustände: Pferdebesitzerin überfordert

Was gibt es da zu prüfen? Das sind doch eindeutige Zustände! Weiß jemand, in welchem Ortsteil sich der Stall befindet? mehr...

kamikätzchen
02.03.2013
Erschütternde Zustände: Pferdebesitzerin überfordert

Ich frage mich auch, was es da noch zu prüfen gibt!? Also wenn das kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist. So jemandem gehört es doch verboten, weiterhin Pferde zu halten. Der Stall befindet sich im kleinsten Ortsteil von Engelsbrand... mehr...

Hasso M
02.03.2013
Erschütternde Zustände: Pferdebesitzerin überfordert

Da gehört jegliche Tierhaltung untersagt! mehr...

Hasso M
02.03.2013
Erschütternde Zustände: Pferdebesitzerin überfordert

Die Pferde haben sich Ihrer Meinung nach wohl selbst in diesen Zustand versetzt? Nun gut! Der Pöbel beherrscht zumindest die Rechtschreibung. Übrigens: Wikipedia [B]Pöbel[/B] ist ein abschätziger, [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Pejoration"]pejorativer[/URL] Ausdruck für das „[URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemein"]gemeine[/URL] Volk“. Ich halte das für eine Beleidigung. mehr...