



EISINGEN. Markus Dunkel ist der erste Eisinger Weinkönig. Der 38-jährige Familienvater, Chemietechniker und Gemeinderat wird damit in die Annalen der Weinbau-Gemeinde am Rande des Kraichgaus eingehen.
„Wir haben eine historisch bestens eingerichtete ‚Alte Kelter’, unsere Südhänge stehen voller Reben und doch fehlt etwas“, dachten die Akteure des Musikvereins unter dem Vorsitz von Jürgen Kunzmann bei der Vorbereitung des Eisinger Weinfestes. „Eine Weinkönigin hat jeder“, meinten sie: „Aber ein Weinkönig, das wäre mal etwas anderes.“ Sie schrieben diese „Stelle“ aus und tatsächlich haben sich mit Roland Tusch, Ralf König, Markus Dunkel, Dieter Pross und Karl Schuller die attraktivsten Eisinger Jungs beworben. Als Saalkandidat reihte sich noch Manfred Grimm in ein.
Wie findet man unter solch potenten Kandidaten den Besten heraus? Dieser Aufgabe hat sich Sybille Trabert gestellt und als Jurorin fünf Wettspiele für den Konkurrenzkampf ausgedacht, und zwar: Weinprobe, Riesentraubenfangen, Dorf-Quiz, Buttenrennen und Traubenstampfen. Nach einem flotten Start mit dem Blasorchester des Musikvereins unter der neuen Leitung von Alexander Weber schlug die Stunde des Moderators Uli Speer und seiner charmanten Assistentin Aline Schmälzle. Fast drei Stunden lang ließen sie das Event zur kurzweiligen, spannenden und lustigen Show in der voll besetzten Bohrainhalle werden. Zwischendurch hatte Speer eine Reihe von Zaubertricks auf Lager. Es gelang ihm sogar, vier gesetzte Herren zu schwebenden Jünglingen mutieren zu lassen.
Bei der Weinprobe hatten es die Kandidaten noch einfach. Nur rot, weiß und rosé waren zu unterscheiden. Beim Riesentraubenfangen hatte Markus Dunkel schon viele Fans, die die kleinen Bälle in seinen Kübel lenkten. Nach der Fragestunde zu Eisingen und San Polo lag er bereits vorn, dicht gefolgt von König und Proß. Trauben (Bälle) von den Tischen in der Halle einsammeln und die Bütt damit zu füllen, war der vierte Spaß für das Publikum.
Schuhe aus, Socken runter, Hosenbeine hochkrempeln, hieß es vor dem Schlussspurt. Jeder Kandidat musste einen Eimer Trauben mit den bloßen Füßen zu Traubensaft stampfen. Da hatte Jurorin Sybille Trabert schon genau zu messen, um festzustellen, wer die Nase vorne hatte. Nach spannender Auswertung hieß es dann: Proß Zweiter, König Dritter, Tusch Vierter, Schuller Fünfter und Grimm Sechster. Aline Schmälzle krönte Markus Dunkel zum Weinkönig und legte ihm den blau gefärbten Hermelinmantel um. Sein Schwur lautete: „Ich gelobe, als erster Weinkönig, dem Musikverein ewige Treue, die Anwesenheit bei jeder Veranstaltung des Musikvereins und ausgiebigen Konsum von Essen und Trinken. Und, dass ich meinen Titel beim nächsten Weinfest in zwei Jahren verteidigen werde.“
Autor: PZ-Mitarbeiter Manfred Schott



