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06.12.2011

Freibad-Kooperation in der Kritik

Mit der Erfolgsbilanz des Schlossbades Remchingen, das in diesem Jahr einen Zulauf wie kein anderes Freibad in der Region erlebt hat, ist der Gemeinderat hoch zufrieden. Nicht jedoch mit der bestehenden Kooperation mit den Gemeinden Karlsbad und Waldbronn.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums wurde vor allem aus den Reihen der CDU-Fraktion deutliche Kritik am Verhalten Karlsbads laut, das in der kommenden Saison im Alleingang die Eintrittskarten in seinem Freibad im Ortsteil Langensteinbach in Tageskarten umwandeln will. "Aus unserer Sicht bringt das aber mehr Nach- als Vorteile, wegen der Möglichkeit der Weitergabe", machte die Remchinger Verwaltung schon in ihrer Sitzungsvorlage deutlich. Und erster Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel (CDU) setzte noch eins drauf: "Inwiefern ist die Kopperation noch zeitgemäß? Wir leisten viel und die anderen bauen Leistungen ab. Wenn Karlsbad Tageskarten einführt, sollte jeder wieder selbst sein Freibad betreiben."

Kollegin Marianne Butz (CDU) sprach sich zudem gegen einen gemeinsamen Freibad-Flyer aus. Hauptamtsleiter Rudi Dennig versuchte die Situation zu entkrampfen: "Wir brauchen keinen Flyer, sondern gutes Wetter und ein gutes Angebot. Letzteres haben wir." Am Ende der kommenden Saison solle man die Kooperation nochmals unter die Lupe nehmen "und Bilanz ziehen", empfahl schließlich CDU-Fraktionschef Dieter Walch. kn