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Farblich abgestuftes Pflaster  mit Granitrinnen und Querbändern sowie die Randbepflanzung prägen das neue Straßenbild an der Gaisbergstraße in Nußbaum. Der öffentliche Teil der Sanierung ist nahezu abgeschlossen, im privaten Bereich geht es aber weiter.
Farblich abgestuftes Pflaster mit Granitrinnen und Querbändern sowie die Randbepflanzung prägen das neue Straßenbild an der Gaisbergstraße in Nußbaum. Der öffentliche Teil der Sanierung ist nahezu abgeschlossen, im privaten Bereich geht es aber weiter.
© Manfred Schott

Für Hausbesitzer gilt: Ran ans Geld

NEULINGEN. Der neue Dorfplatz in Nußbaum ist zwar eingeweiht, die Ortskernsanierung aber noch lange nicht abgeschlossen. Bis 2014 können Grundstückseigentümer Anträge stellen. 2015 soll dann alles fertig sein.

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Der Neulinger Gemeindekämmerer Dieter Regelmann, der im Rathaus Ansprechpartner für Sanierungsmaßnahmen ist, verweist auf die vom Gemeinderat erlassenen Förderrichtlinien. Danach werden aus dem Fördertopf Gemeinde/Land grundsätzlich 20 Prozent des förderungsfähigen Aufwandes bis maximal 30 000 Euro pro Grundstück ausbezahlt. Bei Abbruch oder Entkernung von Gebäuden gibt es mehr Geld.

Bis jetzt haben 15 Grundstückseigentümer ihre Häuser auf Vordermann gebracht. Schwerpunkte waren dabei die energetische Verbesserung in den Bereichen Dach, Fassade, Fenster und Heizung. In einem ehemaligen landwirtschaftliches Gebäude entstanden Wohnungen. Durch die Entflechtung verschachtelter Grundstücksverhältnisse mit Abriss entstand ebenfalls neuer Wohnraum in der Ortsmitte.

2,3 Millionen Euro für Göbrichen

In diesem Zusammenhang erwähnte Kämmerer Regelmann auch die Ortskernsanierung II in Göbrichen. Weil dort nicht alle Fördermittel aus dem Sanierungsprogramm rechtzeitig verwendet werden konnten, wurde ein Teil der Summe mit Zustimmung des Wirtschaftsministeriums nach Nußbaum übertragen.

Nach den Berechnungen von Sanierungsberater und Projektleiter Roland Hecker von der Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg wurden in Göbrichen für öffentliche und private Vorhaben im Tief- und Hochbau rund 2,3 Millionen investiert. „Die Sanierung ist als Erfolg anzusehen“, sagte Hecker zu dem im Juni endgültig abgeschlossenen Göbricher Gesamtprojekt.

Am vergangenen Wochenende wurde nun der neue Dorfplatz in Nußbaum von Bürgermeister Michael Schmidt im Beisein von Wirtschaftsstaatsekretär Richard Drautz und dem Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Rülke (beide FDP) offiziell eingeweiht (die PZ berichtete am Montag).

Beige-graues Pflaster verlegt

Über den Dorfplatz hinaus sind der vordere Teil der Steiner Straße, die Gaisbergstraße und die Einmündungsbereiche von Pfarrstraße, Hohlstraße und Brunnenstraße in das Sanierungsgebiet Ortskern Nußbaum II einbezogen. Das Neugestaltungsprinzip des Landschaftsarchitekten Edgar Schwab aus Knittlingen ist es, sich barrierefrei auf glatt verlegtem, beige-grauem „Altstadtpflaster“ bewegen zu können, ohne Bordsteine, ohne geflickten tristen Teerbelag. Pflanzinseln und Randbeete mit blühendem Dauergrün sowie mit Säulenhainbuchen oder Bergahorn tragen neben den farblich absetzten Granitpflasterbändern zu einem neuen Straßenbild bei. Die Kirn-Ingenieure aus Pforzheim haben die Erneuerung des Trinkwassernetzes im Sanierungsbereich geplant. Ausgeführt wurden die Bauarbeiten von der Firma Niedecker aus Pforzheim. Ortsbaumeister Ralf Kilgus beziffert die Gesamtbaukosten auf etwas über 500 000 Euro. Dabei entfielen 400 000 Euro auf den Straßenbau, der vom Land mit 60 Prozent bezuschusst wurde.

Autor: manfred schott

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