

Mit Musik, Tänzen, Gesang und Ansprachen feierte die Naturfreunde Ortsgruppe Königsbach in der örtlichen Festhalle das 60-jährige Bestehen ihres Vereinsheims.
Dabei zog sich der Text des am Ende gemeinsam gesungenen Liedes „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ , die Hymne der Jugend- und Arbeiterbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie ein roter Faden durch die gesprochenen Worte. Festredner Harald Denecken, ehemaliges Mitglied des Landesvorstands der Naturfreunde Baden, sagte am Ende seiner Laudatio, „das nun junge, 60 Jahre alte, immer wieder verjüngte und gewachsene Naturfreundehaus ’Am Kirchberg‘ ist ein Hort, ein Haus, das das Gefühl für Heimat, für eigene Identität, und auch ein Ort für Visionen sein kann.“ Darin werde, da sei er sicher, weitergearbeitet. Und so werde das Haus seine Geschichte über Jahrzehnte in Frieden weitererzählen.
Zuvor hatte Denecken an die Entstehung des Hauses erinnert, wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Narben der Gefangenschaft, der Unterdrückung, der Unfreiheit, der Flucht und Vertreibung bei vielen Familien noch schmerzten. Er sprach von Mühen, Opfern und Entbehrungen beim Bau und sagte abschließend: „Ich verneige mich im Namen der Naturfreunde Baden persönlich vor euerer Leistung.“
Bürgermeister Bernd Kielburger sagte, „wir haben sehr viel Grund, stolz auf die Leistung zu sein, die unsere Vorfahren erbracht haben.“ Mut habe dazu gehört und auch eine nimmer müde Persönlichkeit wie der damalige Vorsitzende Hermann Jung, der sich für seine Mitbürger eingesetzt und etwas Beständiges hinterlassen habe. Kielburger sprach Mina Oschwald und Reinhard Epple größte Hochachtung aus, „das alles zu erhalten und weiter zu führen in den vielen Jahren.“ Auch mit dem ersten Spielplatz im Dorf seien die Naturfreunde vorbildlich gewesen, daher wolle die Gemeinde zum 60. Hausgeburtstag ein Spielgerät spenden. Kielburger sagte: „Wenn es gelingt, das Geschaffene aus der Vergangenheit in die Zukunft zu nehmen, dann werden wir der zitierten Strophe gerecht, ’Wann wir schreiten Seit‘ an Seit.‘“
Zu Beginn hatte der Vorsitzende Reinhard Epple Gäste und Ehrengäste begrüßt. Er erinnerte ausführlich an die Geschichte des Hauses, das als nicht genehmigter, von der Behörde eingestellter Wochenendhausbau erworben, vielfach um- und ausgebaut, mehrfach renoviert und modernisiert wurde. Er dankte allen, die durch ihren Einsatz und Fleiß zum Gelingen beigetragen haben. Die Geschichte des Hauses wiederholte Wanderwartin Annerose Giek in Versform, eine entsprechende Dia-Schau steuerte Manfred Schröter bei. Die musikalische Umrahmung hatte das Mandolinenorchesters der Naturfreunde Bretten und Berghausen übernommen. Für gelungene Tanzeinlagen sorgte die Volkstanzgruppe der Naturfreunde Michelbach und zum Mitsingen von Wanderliedern animierte die Seniorengruppe der Königsbacher Naturfreunde.
Autor: Ulrike FaulhaberKönigsbach-Stein






