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Dass der Gehweg an der B 294 verschwunden ist, stört Gemeinderat Ernst Finkbeiner. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Dass der Gehweg an der B 294 verschwunden ist, stört Gemeinderat Ernst Finkbeiner. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
19.05.2017

Gehweg am Neuenbürger Ortsausgang kommt teuer

Neuenbürg. Ordentlich Geld in die Hand nehmen muss die Stadt Neuenbürg, wenn sie den Gehweg vom Ortsausgang Richtung Freibad selbst bauen will, der im Zuge der Sanierung der B294 entfallen ist. Auf rund 453.000 Euro summieren sich die Kosten für Planung und Bau, ein möglicherweise notwendiger Erwerb von Grundstücken noch nicht einkalkuliert. So die Berechnung, die dem Technischen Ausschuss des Gemeinderats vorlag.

„Der Wunsch der Bürger, den Gehweg zu erhalten, ist da“, verweist Bürgermeister Horst Martin auf eine Liste mit gut 30 Unterschriften. Wie groß der Wunsch bei den Gemeinderäten schließlich sein wird, ist noch nicht abzusehen. Zunächst habe der Ausschuss beraten, weitere Informationen einzuholen, Gespräche mit dem Regierungspräsidium zu führen und sich die Sache vor Ort nochmals anzuschauen, sagt Martin: „Klar ist, dass im aktuellen Haushalt die Mittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Für den Haushalt 2018 muss dies noch geprüft werden.“ Er rechnet damit, dass sich der Gemeinderat frühestens in der zweiten Jahreshälfte damit beschäftigt, ob der Gehweg gebaut werden soll oder nicht. Zu viel sei noch unklar.

So etwa auch, ob weitere Kosten hinzukommen, wenn der Gehwegbau auf Naturschutzgebiet erfolgen muss. Denn, um eine Genehmigung zu erhalten, benötigt die Gemeinde für den Bau eine Fläche neben der befestigten Fahrbahn von einer Gesamtbreite von 4,75 Metern: 2,5 Meter für den Weg selbst, 1,75 Meter zwischen Fahrbahn und Gehweg und einen halben Meter für das talseitige Bankett. Weitere Kosten könnten für die Genehmigungsverfahren entstehen. Dabei spielt neben der baurechtlichen Bewertung auch der Natur- und der Gewässerschutz eine Rolle.

Gewünscht war auch eine Möglichkeit, um die Bundesstraße auf Höhe des Friedhofsparkplatzes auf die andere Seite zum neuen Gehweg zu überqueren. Inwiefern dies genehmigt werden könnte, gilt es ebenfalls noch abzuklären.