

Schömberg startet mit Genehmigung für Kindergarten ins neue Jahr.Bürgermeisterin nutzt Empfang, um Pläne der Gemeinde vorzustellen.
Ein besonderes Geschenk hat der Calwer Landrat Helmut Riegger zum Neujahrsempfang im Schömberger Kurhaus mitgebracht. Der Chef der Kreisverwaltung hatte nicht nur viele gute Wünsche für 2012 im Gepäck, sondern auch die Baugenehmigung für den neuen Kindergarten im Teilort Langenbrand. Diese übergab er der Bürgermeister Bettina Mettler. Insgesamt 2,2 Millionen Euro wird die Kommune dort vom Frühjahr an investieren, um das kommunale Kinderbetreuungsangebot weiter zu verbessern, wie Mettler in ihrer Neujahrsansprache betonte.
Der Landrat zeigte sich überzeugt, dass die Kommune auf der Enz-Nagold-Platte das Geld im richtigen Bereich einsetzt. Angesichts des demographischen Wandels sei es wichtig, die Infrastruktur in den Städten und Gemeinden weiter auszubauen, da in vielen Wirtschaftsbereichen auch vermehrt junge Frauen als Arbeitskräfte benötigt würden. Der Einsatz der oft gut qualifizierten Frauen sei aber nur möglich, wenn gute Betreuungsangebote für die Kinder wie in Schömberg gewährleistet seien.
Dass die Schömberger bereits mit dem vorhandenen Kinderbetreuungsangebot in der Kommune überaus zufrieden sind, machten die Befragungsergebnisse zu „Unser Schömberg von Morgen“ deutlich, die Annette Kurth vorstellte. Sie unterstrich, dass die Bürger – trotz einiger Unzufriedenheiten und gegebener Defizite – gerne in Schömberg leben. Dafür sei nicht zuletzt die gute Infrastruktur im Einzelhandel und im Bereich der Dienstleistung verantwortlich.
Mettler betonte, dass eine Gemeinde nur lebendig sei, wenn es auch einen steten Wandel gebe. Dieser steht in 2012 aber nicht nur mit dem Neubau des Langenbrander Kindergartens, sondern auch mit dem Abriss des Wellenbades und der Sauna an. Auch Straßensanierungsmaßnahmen will die Kommune weiter angehen. So sei die Komplettsanierung der Stuttgarter Straße in Schwarzenberg geplant und im Zuge der Neugestaltung des BFW-II-Geländes sollen auch die Hugo-Römpler-Straße sowie die Brunnenstraße auf Vordermann gebracht werden. Aber auch in das Bürgerhaus Oberlengenhardt und die Gestaltung des dortigen Dorfplatzes und den Ausbau der sportlichen Infrastruktur will die Kommune weiter investieren. Dass die Realisierung des Generationen-Aktivparks derzeit noch auf sich warten lasse, liege in erster Linie daran, dass die Fördermittel noch nicht genehmigt seien. Da hier aber mit einem Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Kosten zu rechnen sei, „ist das Zuwarten auf das Frühjahr gerechtfertigt“, so Mettler.
Dass sich der Schömberger Neujahrsempfang etabliert hat, zeigte der gute Zuspruch. Mehr Gäste als Stühle waren am Ende im Kursaal. Dies nicht zuletzt, da die Kommune den ersten offiziellen Termin des Jahres auch dazu nutzt, um erfolgreiche Sportler auszuzeichnen. In diesem Jahr waren es mehr als 50 Personen, die gewürdigt wurden. Und auch die Blutspender durften sich über eine Auszeichnung freuen. Besonders viel Beifall gab es für Hans Kopp. 100 Mal hat er bereits Blut gespendet. Beifall gab es aber auch für den musikalischen Nachwuchs, der den Abend umrahmte. Während die Band „Summerjam“ mit rockigen Klängen aufwartete, sorgte „Taste like Ginger“ mit Jazz für einen echten Ohrenschmaus. Nichts zum Hören, sondern etwas zum Lesen hatte Dieter Wiedenmann als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins schließlich dabei, den 16. Schömberger Heimatbrief, der in diesem Jahr mit Hochdruck fertiggestellt worden ist.
Autor: Ralf Recklies | Schömberg



