
HEIMSHEIM. In der Gemeinderatssitzung in Heimsheim am Montagabend ist über ein Thema gesprochen worden, das für sämtliche Vereine und Institutionen der Schleglerstadt eine wichtige Rolle spielen dürfte. Bisher leitete die Verwaltung alle Emails, die sie selbst zur Veröffentlichung im Amtsblatt erhielt, auch an das Anzeigenblatt „Stadtjournal Heimsheim“ und an die beiden Tageszeitungen „Pforzheimer Zeitung“ und „Leonberger Kreiszeitung“ weiter.
„Aufgrund gewisser Irritationen sprechen wir nun darüber, ob das auch weiterhin so bleiben soll“, eröffnete Bürgermeister Uwe Rupp das Gespräch. Inhaber des Amtsblatts, Hartmut Harfensteller, hatte dafür plädiert, in Zukunft diesen Service einzustellen: „Nur das Amtsblatt sollte die Mails, die für das Amtsblatt geschickt worden sind, erhalten. Die anderen nicht“, so der Tenor.
Im Gemeinderat entbrannte eine Diskussion darüber, ob die Verwaltung durch die Weiterleitung der Mails einen Mehraufwand auf sich nehme, und „ob alle Vereine wirklich wollen, dass sie in der Tagespresse mit Veranstaltungsankündigungen erscheinen“, wie Gaby Wulff und Evelyn Richter von den Bürgern für Heimsheim mehrfach in Frage stellten.
Auf PZ-Nachfrage beantwortete Klaus Wiedermann, Vorsitzender der Stadtkapelle Heimsheim, diese Frage mit einem klaren Ja: „Das ist doch ein super Service von der Stadt. Wir Vereine freuen uns immer, wenn unsere Veranstaltungen möglichst viel Publicity erhalten.“ Auch CDU-Stadtrat Uwe Braun konnte sich laut eigenen Angaben keinen Grund vorstellen, warum ein Verein nicht möglichst viele Presseorgane erreichen wollte.
Hartmut Harfensteller, Inhaber des Amtsblatts „Heimsheim aktuell“, sagte gegenüber der PZ, dass Vereine seiner Meinung nach in der Lage seien, Medien ihrer Wahl anzuschreiben. „Ich bin betrübt, dass wir als Vertragspartner durch die gefilterten Infos der Stadt teilweise mit mangelnder Aktualität zu kämpfen haben.“
Er respektiere aber die Entscheidung des Gemeinderats, der sich nach längerer Diskussion einstimmig dafür aussprach, die bisherige Regelung beizubehalten.
Allerdings, so der Vorschlag seitens der Bürger für Heimsheim, sollen sämtliche Vereine angeschrieben werden und gefragt werden, ob sie auch in Zukunft ihre Mitteilungen in allen vier Zeitungen und Blättern lesen wollen.
Autor: KRISTIN BAUER



