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Licht durch Solarlampen soll es Schülern in Tansania ermöglichen, auch bei Dunkelheit lernen zu können, wie (von links) Julia Lauer, Wolfgang Herz und Angela Gewiese vom Landratsamt Enzkreis zeigen.
Licht durch Solarlampen soll es Schülern in Tansania ermöglichen, auch bei Dunkelheit lernen zu können, wie (von links) Julia Lauer, Wolfgang Herz und Angela Gewiese vom Landratsamt Enzkreis zeigen.
19.04.2017

Gemeinsam für ein besseres Klima: Enzkreis setzt auf Zusammenarbeit

Der Klimawandel geht uns alle an“, sind sich der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz, Angela Gewiese und Julia Lauer von der Stabsstelle Klimaschutz beim Landratsamt einig.

Der Kreis baut in Sachen Klimaschutz auf drei Säulen: Die kommunale, die etwa die Zusammenarbeit mit den Enzkreisgemeinden umfasst. Der konkrete Klimaschutz betrifft das Landratsamt selbst, etwa die Elektrofahrzeuge im Fuhrpark. Im kooperativen Feld geht es um die Zusammenarbeit, derzeit mit dem Masasi-Distrikt in Tansania.

Klimaschutz durch Kooperation“ heißt auch die neue Ausstellung im Landratsamt. Zu sehen sind die Aktivitäten des Kreises, die neben der seit 2011 bestehenden Partnerschaft mit dem ostafrikanischen Staat zehn weitere Projekte in Malawi, Burkina Faso und auf den Philippinen umfassen.

Seit 2012 ist der Enzkreis beim European Energy Award mit Gold zertifiziert, für die Arbeit in Tansania gab es Ende des vergangenen Jahres einen weiteren Preis beim Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune“.

Doch es gibt auch Kritik an der Arbeit des Kreises in Sachen Klima, in letzter Zeit vorrangig durch Windkraftgegner. „Wir nehmen diese Anliegen sehr ernst“, sagt Herz. Er sieht keinen Widerspruch im Klimaschutz durch den Bau von Windrädern und dem Natur- und Artenschutz. „Es sind jedes Mal Einzelfallentscheidungen, ob Windräder gebaut werden können, oder nicht“, so der Erste Landesbeamte weiter. Die Grundlage seien dabei immer die auf Landes- und Bundesebene beschlossenen Gesetze.