Rocker kontra Türsteher - Hells Angels, United Tribuns, Black Jackets, Gremium, Red Legion

Vor dem Schwurgericht wird ein versuchter Mord verhandelt: Opfer soll ein Mitglied der Black Jackets (Symbolbild) sein.
Vor dem Schwurgericht wird ein versuchter Mord verhandelt: Opfer soll ein Mitglied der Black Jackets (Symbolbild) sein. © Symboldbild: PZ-Archiv
29.11.2011

Geplatzter Deal zwischen United Tribuns und Black Jackets

Wer hat welche Waffe zuerst benutzt? Kam erst ein Pfefferspray zum Einsatz – wie es zwei Angeklagte schildern – oder stach ein Mitglied der United Tribuns unvermittelt auf sein Opfer ein? Diese Frage ist es, die den Prozessbeobachtern nach dem zweiten Verhandlungstag vor dem Schwurgericht in Karlsruhe unter den Nägeln brennt. Seit Montag müssen sich vier Angeklagte, zwei Mitglieder der United Tribuns aus Stuttgart, ein Pforzheimer und einer aus dem Enzkreis, vor Gericht verantworten.

Nachdem Staatsanwalt Peter Stadler am Montag die Anklageschrift verlas, sagten am Dienstag drei der vier Angeklagten aus. Demnach lief das Geschehen am fraglichen Feburarabend wie folgt ab: Ein 36-jähriger Wiernsheimer, der zu den Vorwürfen schweigt, habe bei den Angeklagten aus Stuttgart angerufen und gesagt, dass man an diesem Abend „Geld machen“ könne. Daraufhin habe man sich in einer Wohnung in Pforzheim getroffen.

Dort habe ihnen der 36-Jährige gesagt, dass er zwei Personen kennt, die Drogen kaufen wollen. Diese könnte man leicht überlisten. Die beiden Stuttgarter sollten sich das Geld, mit dem die anderen das Marihuana bezahlen möchten, schnappen und abhauen. „Das Geld teilen wir dann auf“, soll es weiter geheißen haben.

Die zwei Hauptangeklagten hätten sich dann mit dem dritten Angeklagten getroffen, der nach eigenen Angaben den Deal nur einfädeln wollte, um 50 Gramm Provision abzukommen. Gemeinsam sei man nach Straubenhardt gefahren. Dort trafen die Drei auf das Opfer, mit dem man weiter auf einen Feldweg fuhr.

„Gib uns das Geld und hol‘ dir den Stoff dann aus dem Kofferraum“, soll einer der Stuttgarter gesagt haben. Das Opfer soll darauf bestanden haben, dass alle aussteigen. Dann wurde die Situation brenzlig, denn schließlich hatten die Angeklagten kein Marihuana im Kofferraum. Trotzdem öffnete einer der beiden Stuttgarter den Kofferraum und machte sich am Ersatzrad zu schaffen, der andere lies sich das Geld geben.

Dann soll alles ganz schnell gegangen sein: Man habe den Kofferraum zufallen lassen und wollte abhauen, sagten jedenfalls die Stuttgarter. In diesem Moment habe das Opfer begriffen, dass es gelinkt werden sollte. Daraufhin sei er mit einem Pfefferspray auf die beiden Suttgarter los und der Angeklagte aus Pforzheim, der auf Provision gehofft hatte, sei abgehauen.

Der Messerstich in den Bauchraum, den das Opfer abbekommen hatte, sei erst nach Einsatz des Pfeffersprays erfolgt, beteuerte der Angeklagte vor Gericht. Irgendwie sei es den Stuttgartern dann gelungen, ins Auto zu flüchten. Sie fuhren ein Stück und ließen sich dann von dem Wiernsheimer abholen, teilten das Geld in einer Pforzheimer Dönerbude auf und machten sich auf den Heimweg. Beide hätten jeweils 1200 Euro bekommen.

Der Pforzheimer Angeklagte sagte aus, dass er sich nur auf den Kofferraum konzentriert hatte, in der Hoffnung, bald seine Provision in Form von 50 Gramm Marihuana zu bekommen. Laut seinen Angaben hätte der Stuttgarter zuerst zugestochen und dann sei er selbst abgehauen. Erst aus einiger Entfernung habe er einen Pfefferspray-Strahl gesehen.

Am kommenden Freitag, 2. Dezember, wird das Verfahren um 9 Uhr fortgesetzt. Dann soll unter anderem das Opfer aussagen. Ramona Deeg

echthe
30.11.2011
Geplatzter Deal zwischen United Tribuns und Black Jackets

Miese Tricks mehr...

neigschmeckte
01.12.2011
Geplatzter Deal zwischen United Tribuns und Black Jackets

Ich würde eher sagen, wer mit Feuer spielt, muss mit Hitze rechnen! mehr...

P.Heinrich
07.12.2011
Geplatzter Deal zwischen United Tribuns und Black Jackets

zu Artikel 6 Jahre Haft.Richter folgte der Version des Angeklagten,wenn jemand ein Messer zückt um jemand zu verletzen ist es schon versuchter Totschlag und keine Körperverletzung,dieses Urteil fällt unter die Ruprik-Kuschel-Urteil.So kann nichts verändert werden (Schade) mehr...