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18.09.2009

Gewerbegebiete zuerst mit schnellerem Internet versorgen

STRAUBENHARDT. Gemeinderat Jörg Gube (CDU) brachte es beim Thema Ausbau der Breitbandinfrastruktur in Straubenhardt auf den Punkt: „An den 40 Prozent Rücklauf der Fragebögen sehen sie, wie das Thema den Bürgern unter den Nägeln brennt.“

Interessenbekundung einholen

Aus diesem Grund entschieden sich die Gemeinderäte, die stramme Gangart für eine flächendeckende und vor allem ausreichend schnelle Internet-Versorgung beizubehalten und der Machbarkeitsstudie gleich den nächsten Schritt folgen zu lassen: Ganz oben auf der Liste zum Ausbau einer verbesserten Anbindung ans World Wide Web stehen die Straubenhardter Gewerbegebiete.

Dort werden die beauftragten Fachleute des Büros Seim und Partner „gezielt von Tür zu Tür gehen, um eine Interessenbekundung zu erhalten“, wie Fachmann Helmut Giger vom Büro Seim und Partner erläuterte.

Damit soll dann so schnell als möglich der Auftrag für den Netzbetrieb ausgeschrieben werden. Perspektivisch sei, so Fachmann Giger, Glasfaser die erste Wahl. Freilich könne man auch eine Lösung mit Funk oder die Aufrüstung der Kupferkabel wählen, was aber nur eine kurzfristige Lösung sei. Für die Machbarkeitsstudie hatte das beauftragte Büro zunächst den Versorgungsgrad in der Flächengemeinde geprüft, also geschaut wo in Straubenhardt welche Gebiete mit wie viel Megabit versorgt sind. „40 Megabit sind heutzutage zumindest für Gewerbebetriebe für die Versendung von Plänen beispielsweise ein Muss“, stellte Giger klar. Und davon sei man in Straubenhardt weit entfernt.

Die Daten-Erhebung per Fragebogen hatte ergeben, dass in Straubenhardt 80 Prozent der Haushalte mit weniger als 20 Megabit auskommen müssen. Bei den Gewerbebetrieben sind es 70 Prozent. Kein Wunder also, wenn auf die Frage der Unzufriedenheit bei den Privathaushalten 86 Prozent angekreuzt und bei Gewerbetreibenden mehr als 90 Prozent ein Kreuzchen gemacht hatten. „Schwann ist mit Abstand am besten versorgt“, so Giger.

Weiter wurde der Bedarf der Straubenhardter abgefragt, es wurde geschaut, welche Kunden welche Leistung beziehungsweise Bandbreite wünschen und wer bereit ist, wie viel zu bezahlen.

Diese Information, so der Fachmann, sei vor allem für die möglichen Netz-Betreiber wichtig. So hatten zwar drei Prozent verdeutlicht, dass sie Preise zwischen 30 und 50 Euro für einen Anschluss als zu teuer beurteilen. Allerdings wurde bei allen deutlich, dass das eigentliche Problem in der fehlenden Geschwindigkeit liege, erläuterte Giger.