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Do, 09.02.2012
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Glück als Leitbild weiterentwickeln

SCHÖMBERG. Eines ist Bürgermeisterin Bettina Mettler, Tourismusmanager Till Weigl und Glückswochen-Projektleiter Olaf Späth ein paar Tage nach der ersten Glückswoche bereits klar: Die nächste Glückswoche findet 2011 erneut statt, wenn auch etwas entschlackt. Der Termin steht auch schon fest: 17. bis 24. Juli.

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Zu früh für genaue Analyse

Klar ist auch, dass es für eine genaue Analyse, was von der Glückswoche auch in Zukunft bleibt, noch zu früh ist. Eine Studentin der Hochschule Pforzheim nimmt sich dieser Aufgabe im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit an und stellt das Ergebnis den Glückswochenmachern und allen Interessierten vor. „Wir denken da an einen öffentlichen Informationsabend“, erklärt Till Weigl.

Bis es soweit ist, stützen sich die Bürgermeisterin und ihr Team für eine erste – eher emotionale – Bilanz auf die Rückmeldung der vielen, auch auswärtigen Besucher der mehr als 100 Glückswochen-Veranstaltungen und auf ihre eigenen Beobachtungen. Für Bettina Mettler zählte zum absoluten Highlight in dieser Woche, dass sie gemerkt habe, dass der Funke in der Bevölkerung trotz anfänglicher Skepsis und auch Ablehnung übergesprungen sei. Es würden Ideen weiterentwickelt. So habe sie die berechtigte Hoffnung, dass das Thema Glücksgemeinde weiterlebe, weil es sich die Schömberger nun zum eigenen Thema gemacht hätten. Till Weigl ergänzt, dass diese Glückswoche vielen gezeigt habe, dass es sich nicht um einen PR-Gag, sondern, dass es sich dabei um ernsthafte Inhalte handle, die jedem einzelnen und der Gemeinschaft etwas bringe.

Und das, obwohl es am Anfang nicht immer ermutigend für die Macher gewesen ist. „Wir dachten, dass in diesen Krisenzeiten das Thema Glück und Zufriedenheit jeden Menschen angeht. Aber als wir anfangs mit dem Gedanken für die Glücksgemeinde und dann auch für die Glückswoche kamen, konnten ganz viele Schömberger nichts damit anfangen“, verdeutlicht die Bürgermeisterin.

Thema nachhaltig betrachten

Jetzt, nach der Glückswoche, denkt sie vorsichtig weiter. „Wir reden bei dem Thema Glück von etwas wie einem Leitgedanken, nicht nur um den Tourismus anzukurbeln“, erklärt sie. Das Thema gelte für die Gemeinde auch nach Innen. „Nicht das Zufallsglück, sondern das Erfüllungsglück und die Zufriedenheit soll für die Schömberger nachhaltig sein. Dann können wir sagen, dass wir unserem politischen Auftrag etwa in den Bereichen Bildung, Vereinswesen, Gesundheit und anderem nachkommen“, formuliert sie.

Das hat sie aus den Gesprächen und der Erfahrung mit den bhutanischen Gästen aus dieser Woche mitgenommen. „Wir können schon etwas von den Bhutanern lernen“. Natürlich lasse sich nicht alles eins zu eins übernehmen, zumal es 30 Jahre gedauert habe, bis dort das Bruttonationalglück mit Überprüfungsfaktoren bestimmt werden konnte. „Aber es wäre schön, wenn wir irgendwann für unsere Gemeinde auch eine Art politisches Leitbild verankern könnten und all unsere einzelnen Entscheidungen danach abklopfen“, wünscht sich Mettler.

Autor: PZ-REDAKTEURIN VIOLA KRAUSS

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