ENZKREIS/PFORZHEIM Damit hat er scheinbar nicht gerechnet: Als Ali T. (Name geändert) den Gerichtssaal in Pforzheim verlässt, wirkt er ziemlich niedergeschlagen. Wenige Minuten zuvor hatte Richterin Stephane Ambs den 23-Jährigen zu drei Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt.
Nach zwei Verhandlungstagen, sechs Zeugenaussagen und etlichen Widersprüchen war für sie klar: Der junge Mann aus dem Enzkreis hat vor knapp einem Jahr den Hund seiner Mutter – einen American Staffordshire Terrier – mehrfach geschlagen, bis dieser bewegungslos am Boden lag. Dessen Jaulen und Schmerzwinseln hat ihn nicht abgehalten, weiterzumachen. Außerdem hat er eine junge Frau, die ihn davon abhalten wollte, angespuckt und aufs Übelste beschimpft (PZ hat berichtet).
Das Urteil trifft den 23-Jährigen nun selbst hart. Im Januar wäre die Bewährungszeit für eine andere seiner Straftaten zu Ende gewesen. Jetzt darf er sich weitere drei Jahre nichts zuschulden kommen lassen.
