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16.03.2011

Immer häufiger: Falsche Gewinnversprechungen

CALW. In der Zeit von Dezember des Vorjahres bis zum heutigen Tag musste das Betrugsdezernat in mehreren Fällen wegen falscher Gewinnversprechen ermitteln. Opfer wurden überwiegend ältere Menschen, die zu Hause angerufen wurden.

Dabei wurden ihnen Kontaktadressen von renommierten Kanzleien in Deutschland genannt. Die Anrufer geben sich häufig als Notare, Staatsanwälte oder Polizeibeamte aus und versprechen hohe Geldgewinne von mehreren zehntausend Euros. Um dieses Geld zu erhalten, müssten sie jedoch ein Prozent der Gewinnsumme über einen Geldtransferservice auf ein Konto in der Türkei oder Rumänien überweisen.

Das Besondere dabei: Der Weg des Geldtransfers kann bei dieser Art der Überweisung, meistens über den Finanzdienstleister Western Union, nicht mehr nachvollzogen werden. Im Landkreis Calw wurden in den zurück liegenden drei Monaten 26 Fälle angezeigt, der Gesamtschaden beträgt derzeit mehr als 55.000 Euro. Eine 81-jährige Frau aus dem Landkreis hat alleine mehr als 40.000 Euro überwiesen. Die Polizei geht davon aus, dass dieses Geld verloren ist.

Die Polizei empfiehlt daher, dass man sich auf keinen Fall auf Telefongeschäfte einlässt und niemals persönliche Bankdaten bekannt gibt. Darüber hinaus muss man niemals etwas bezahlen, um einen Gewinn in Empfang nehmen zu können. Diese Betrugsmasche wird zwischenzeitlich bundesweit praktiziert. pol/de