


NIEFERN-ÖSCHELBRONN. Erneut ist es zu einem schweren Unfall auf der B 10 bei Niefern gekommen: An einer roten Ampel rasten zwei Autos auf einen stehenden Mini. Zwei Menschen wurden dabei Samstagnacht schwer verletzt.
Die Polizei schätzt den Schaden des Unfalls, der sich gegen 1 Uhr in der Nacht ereignete, auf rund 30 000 Euro.
Laut Polizeibericht war eine 21-jährige Frau mit ihrem Mini Cooper auf der B 10 von Pforzheim in Richtung Niefern unterwegs. An der Autobahnauffahrt Pforzheim-Ost musste sie an der roten Ampel hinter einem Omnibus anhalten. Als die 21-Jährige bei Grün gerade wieder anfuhr, näherte sich von hinten ein 26-Jähriger mit seinem BMW laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit. Offensichtlich erkannte er die Situation sehr spät. Mit einer Vollbremsung versuchte er, einen Zusammenstoß noch zu vermeiden.
Einer 28-Jährigen, die mit ihrem VW Touran hinter dem BMW ebenfalls in Richtung Niefern unterwegs war, gelang es allerdings nicht mehr, zu bremsen. Sie fuhr mit voller Wucht ins Heck des BMW. Durch den heftigen Aufprall geriet der 26-Jährige mit seinem Auto ins Schleudern und drehte sich um 90 Grad. Zuletzt rammte der BMW noch das Heck des Mini Coopers.
Sowohl die 28-jährige Touran-Fahrerin als auch der 26-jährige BMW-Fahrer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die B 10 war bis 4 Uhr voll gesperrt. An der Unfallstelle war die Feuerwehr Pforzheim mit fünf Fahrzeugen und 17 Mann im Einsatz. Nach Auskunft der Pforzheimer Feuerwehrleitstelle befinde sich die Pforzheimer Gemarkungsgrenze auf der Bundesstraße 10 zwar vor der Autobahnbrücke in Richtung Niefern (Autobahnauffahrt Stuttgart). Wenn dahinter ein Unfall passiere sei eigentlich die Feuerwehr Niefern zuständig. Da aber ein Anrufer diese Zuständigkeiten kaum abgrenzen könne, komme es immer wieder vor, dass die Pforzheimer Feuerwehr zu einem Unfall ausrücke, der eigentlich auf Gemarkung Niefern liege. Das DRK war mit drei Fahrzeugen vor Ort.
Auf der B 10 bei Niefern ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Unfällen gekommen und immer wieder zeigt sich dasselbe Muster. Erst vergangenen Mittwoch war an einer roten Ampel an der Queen’s-Kreuzung ein 26-Jähriger mit seinem Transporter ungebremst in eine stehende Wagenkolonne gekracht. Vergangenen März starb an gleicher Stelle ein 23-Jähriger, der mit seinem Motorrad in ein bei Rot haltendes Auto gerast war. Im November übersah ein 72-jähriger Mercedes-Fahrer an der Nieferner B 10-Kreuzung mit dem Superblitzer die rote Ampel und stieß mit dem Abbiegeverkehr zusammen.
Autor: Sven Bernhagen





Leserkommentare (18)
Mehr KommentareWie viele Unfälle soll es hier noch geben? Müssen erst Tote sein, bis die Verantwortlichen endlich aufwachen und entsprechende Maßnahmen ergreifen? Warnschilder, Tempolimit etc. Ist das so schwer? mehr...
So oft wie dort in stehende Fahrzeuge gefahren wird ist unnormal und hat mit Sicherheit eine Ursache die es zu erkennen und beseitigen gilt. Wodurch werden die Lenker der Unfallverur´sacher denn abgelenkt, dass sie nicht erkennen, dass sie auf eine rote Ampel zu fahren, vor der schon Autos stehen, im jüngsten Fall sogar ein Bus hinter dem der Mini stand ? Zumindest die Häufung dieser Unfälle (ungebremst in stehende Fahrzeuge gerast ) legt den Verdacht nahe, dass hier so ein - ich nenne es mal ...... mehr...
Und wo kämmt sie dort an der Autobahn ihr güldenes Haar? mehr...