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Gratulation: Amtsinhaber Uwe Rupp (von rechts) beglückwünscht Jürgen Troll zu dessen Wahlsieg, links Ehefrau Hannelore Troll. © Ketterl
21.04.2013

Jürgen Troll neuer Bürgermeister in Heimsheim

Im Vorfeld der Heimsheimer Bürgermeisterwahl sind die Wogen teilweise recht hoch geschlagen. An diesem Sonntag aber zählte nicht mehr Vergangenes, sondern allein die Stimme des Bürgers. Rund 3700 Wahlberechtigte waren aufgefordert, aus vier Kandidaten den neuen Rathaus-Chef zu wählen. Dass es dann so deutlich gleich im ersten Wahlgang kam, war aber nicht unbedingt abzusehen. Amtsinhaber Uwe Rupp erhielt nur 37,78 Prozent der Stimmen. Der neue Heimsheimer Bürgermeister heißt jetzt Jürgen Troll.

Bildergalerie: Jürgen Troll wird neuer Bürgermeister in Heimsheim

Er schaffte gleich im ersten Wahlgang 59,43 Prozent. Das ist für den Weissacher Hauptamtsleiter ein großer Vertrauensvorschuss, auch wenn die Wahlbeteiligung nur noch bei 57,8 Prozent lag. Bei der Bürgermeisterwahl davor waren es knapp 64 Prozent.

Rupp hatte sich der Wiederwahl gestellt, auch wenn er es nicht gerade leicht hatte, denn im Vorfeld gab es Vorwürfe gegen ihn wegen eines Grundstückskaufs vor einigen Jahren, bei dem nach Behauptung von Kritikern nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Das Landratsamt hatte keinen Grund gesehen, Rupp für den Erwerb zu rügen. Das sorgte für Unmut bei den Gemeinderäten. Alle Fraktionen reichten vor kurzem gemeinsam Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Kommunalaufsicht des Landratsamtes ein. Einige Bürger scheint es auch zu stören, dass Rupp nicht nach Heimsheim gezogen sei und von Königsbach-Stein nach Heimsheim pendele.

Der Weissacher Hauptamtsleiter Jürgen Troll hatte aber auch schon zu verstehen gegeben, dass er nicht unbedingt sofort einen Umzug in Erwägung zieht. Ob er wegen seines Wahlprogramms oder wegen der Unzufriedenheit der Bürger mit dem Amtsinhaber gewählt wurde, muss Troll erst noch herausfinden. Keine leichte Aufgabe, denn auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat muss nach den vergangenen Problemen erst einmal wieder in ruhiges Fahrwasser gesteuert werden.

Der einzige Heimsheimer Kandidat, der Kaufmann Hermann Bernhardt, konnte nur 2,36 Prozent der Stimmen verbuchen, während die Kandidatin der Nein-Idee, Sandra Müller aus der Nähe von Hamburg, mit 0,38 Prozent nicht mehr als ein paar Proteststimmen einfangen konnte.