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21.11.2011

Jugendgemeinderat stößt beim Birkenfelder Nachwuchs auf großes Interesse

Birkenfeld Im kommenden Jahr soll in Birkenfeld ein Jugendgemeinderat eingerichtet werden. Das hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Es wäre der erste im Enzkreis.

Bürgermeister Martin Steiner ist es „ein Anliegen, junge Bürger an die Kommunalpolitik heranzuführen.“ 89 Jugendgemeinderäte gebe es derzeit in Baden-Württemberg. In Bretten und Waldbronn hat sich Steiner über die Arbeit der dortigen Jugendgemeinderäte informiert. Der Plan: Das Gremium soll zehn Sitze haben. Alle 14 bis 18-jährigen Birkenfelder dürfen wählen und sich wählen lassen. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Jugendgemeinderäte sollen im Gemeinderat Rederecht bekommen. 3000 Euro macht die Gemeinde vorerst locker für das Projekt. Zu einer der kommenden Gemeinderatssitzungen sollen nun Jugendgemeinderatsvertreter aus Bretten oder Waldbronn eingeladen werden. Sie sollen aus ihrer praktischen Arbeit berichten. Davon erhofft sich der Birkenfelder Gemeinderat noch Anregungen für die eigenen Pläne. Und die Ratsmitglieder hoffen, dass dann auch Birkenfelder Jugendliche zur Sitzung kommen, um sich zu informieren.

Die Jugendlichen im Birkenfelder Jugendzentrum stehen einem solchen Jugendgemeinderat offen gegenüber. Im Gespräch mit der PZ äußerten sie zahlreiche Wünsche, zum Beispiel nach einem neuen Bolzplatz. Aber nicht nur das: Etliche Jugendliche zeigten sich auch bereit, sich in einem solchen Gremium für ihre Wünsche einzusetzen. „Ich will mich aufstellen lassen“, sagt zum Beispiel der 15-jährige Sebastian Groezinger: „Das ist eine echt gute Idee, damit Jugendliche endlich mal mitentscheiden können.“ ben