
Karlsbad. Das seit Jahren diskutierte zentrale Jugendhaus für Karlsbad kommt überraschend in die Realisierungsphase. Mit der Aufhebung der Sperrung der Mittel in Höhe von 360000 Euro als erste Baurate machte der Gemeinderat nun den Weg frei. Mit 13 Ja-Stimmen und elf Gegenstimmen fiel die Entscheidung dazu allerdings recht knapp aus.
Bereits 2009 erhielt das Architekturbüro Marc Bröning Langensteinbach den Zuschlag für seine Entwurfsvariante. Der Gemeinderat sprach sich für einen modernen Baukörper auf dem Gelände der früheren Tennishalle beim Karlsbader Schulzentrum in Langensteinbach aus. Die reinen Baukosten für das Jugendhaus mit einer nutzbaren Grundfläche von rund 405 Quadratmetern wurden mit rund 700000 Euro beziffert – ohne Einrichtung und Ausstattung sowie ohne Außenanlagen.
Die dramatische Finanzlage in den zurückliegenden Jahren ließ das Projekt ruhen. Bauamtsleiter Ronald Knackfuß sprach aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Kostensteigerungen nunmehr von reinen Baukosten in Höhe von knapp 800000 Euro.
Bürgermeister Rudi Knodel, Langensteinbachs Ortsvorsteher Roland Rädle (CDU) und Grünen-Fraktionschef Uwe Roher plädierten für die Umsetzung der Planung. Nur so könne eine zeitgerechte offene Jugendarbeit angeboten werden. Kritik gab es an den Folgekosten für den Betrieb des Jugendhauses, die geschätzt bei rund 300000 Euro jährlich liegen. Peter Kiesinger (CDU) vermisst klare Daten über die Entwicklung der Anzahl der Jugendlichen in den einzelnen Altersstufen. Sein Fraktionskollege Martin Rupp hält die vorliegende Planung für überdimensioniert. i.e.
Autor: i.e.






