
Karlsbad. Bei zwei Enthaltungen spricht sich der Karlsbader Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung gegen eine Beteiligung des Karlsbader Gymnasiums am Schulversuch G 9 des Kultusministeriums Baden-Württemberg aus und entspricht damit den Vorstellungen der Schulleitung und den schulischen Gremien.
Bürgermeister Rudi Knodel verwies darauf, dass die Gymnasien in Karlsruhe und Ettlingen diesen Schulversuch ebenfalls ablehnen. Voraussetzung für eine Teilnahme sei ein Antrag der Gemeinde als Schulträger unter Beteiligung der schulischen Gremien. Von Seiten der schulischen Gremien habe man eine klare Absage für G 9 erhalten.
Oberstudiendirektor Norbert Braun ,seit 13 Jahren Schulleiter des Karlsbader Gymnasiums, berichtete vor dem Gemeinderat, dass sich sowohl die Gesamtlehrerkonferenz als auch Elternbeirat und Schulkonferenz gegen eine Beteiligung ausgesprochen haben.
„Wir hätten uns für eine solche Lösung von Seiten des Landes eine gesetzliche Regelung erwünscht. Einen Versuch, der sich bis in die Jahre 2026/2027 ziehen soll, halten wir für abwegig“, so Braun. Nach seiner Auffassung hätte der G 9-Zug gravierende Auswirkungen auf das Gymnasium als Institution, ohne dass deren pädagogischer Nutzen im Vorfeld gesichert sei.
In diesem Jahr erfahre man im Karlsbader Gymnasium mit dem gemeinsamen Abgang einer 13. Klasse aus dem neunjährigen System und einer G 8-Klasse ein Novum. Dabei dürfe man nicht außer Acht lassen, dass in Schulen mit G 9-Zug sich die Kurse in der Regel aus G 8- und G 9-Schülern zusammensetzen würden. Gerade diesen Modus erlebten die Schüler in Karlsbad bereits aktuell im genannten Doppeljahrgang nicht als optimal, meinte er. Im Übrigen sei man nach seiner Auffassung inzwischen bezüglich der G 8-Regelung in Karlsbad „recht gut aufgestellt“.
Laut dem Ministerium sollen in der ersten Stufe im kommenden Schuljahr 22 allgemeinbildende Gymnasien im Land an diesem Schulversuch teilnehmen. Für das Schuljahr 2013/2014 sollen dann weitere 22 Modellschulen beteiligt werden.i. e.
Autor: i.e.






