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Bei der Kelterner Wehr freuten sich (von rechts) Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Becker, Kommandant Joachim Straub, Verbandvorsitzender Markus Haberstroh und Kreisbrandmeister Christian Spielvogel über die Landesehrung von Frank Brecht (Mitte) für 40 Jahre aktiven Dienst. Gleichzeitig konnte sich auch der stellvertretende Kommandant Uwe Renninger (von links) über die Beförderung von Jörg Krämer, Rudi Schlittenhardt, Tobias Winter und Patrick Wurster freuen.  Foto: Ossmann
Bei der Kelterner Wehr freuten sich (von rechts) Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Becker, Kommandant Joachim Straub, Verbandvorsitzender Markus Haberstroh und Kreisbrandmeister Christian Spielvogel über die Landesehrung von Frank Brecht (Mitte) für 40 Jahre aktiven Dienst. Gleichzeitig konnte sich auch der stellvertretende Kommandant Uwe Renninger (von links) über die Beförderung von Jörg Krämer, Rudi Schlittenhardt, Tobias Winter und Patrick Wurster freuen. Foto: Ossmann
20.03.2017

Kelterner Feuerwehr über die Gemeindegrenzen hinaus engagiert

Keltern. Dass die Freiwillige Feuerwehr Keltern eine starke Truppe ist, wurde bei der Hauptversammlung in der Niebelsbacher Turnhalle nicht nur mit der Anwesenheit von insgesamt über 120 Feuerwehrmännern, -frauen und Gästen deutlich. Zum Ausdruck kam dies auch in den Berichten der Feuerwehrführung. Kommandant Joachim Straub attestierte, dass neben der hohen Motivation, der reibungslosen Zusammenarbeit, der Kameradschaft und dem starken Engagement auf Kreisebene, auch die Frauenquote in der Feuerwehrführung erfüllt sei.

So werde die Abteilung Weiler (25 Aktive) schon seit einiger Zeit von Melanie Augenstein und seit diesem Jahr die Abteilung Ellmendingen (17 Aktive) von Stefanie Schwan geleitet. Auch in der Jugendarbeit sei viel weibliches Engagement vorhanden. Insgesamt gehören der Feuerwehr Keltern 90 Aktive, 35 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 44 Männer in der Altersmannschaft an. Zehn Prozent der aktiven Wehr sind weiblich. Gemeinsam und mit großer Begeisterung würden alle Aufgaben gemeistert, auch wenn den Feuerwehrmännern und -frauen viel abverlangt werde. Umso wichtiger sei die Unterstützung durch den Gemeinderat und die Verwaltung.

Straubs Dank ging an Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Becker, die fünf anwesenden Gemeinderäte, Hauptamtsleiterin Karla Arp und die neue Sachbearbeiterin fürs Feuerwehrwesen, Mariette Nittel.

Mit Blick auf die technische Ausstattung stellte Joachim Straub fest, dass nach der Fahrzeug-Neubeschaffung für Weiler und Niebelsbach nun eine kurze Pause eingelegt werden könnte. Mittelfristig sei eine Ersatzbeschaffung für das 21 Jahre alte, in Dietlingen stationierte, Haupteinsatzfahrzeug LF 16/12 sowie für das 35 Jahre alte Dietlinger TLF 16/35 erforderlich.

Der für das Einsatzwesen zuständige Stellvertreter Uwe Renninger zog Bilanz und sprach bei 59 Einsätzen von einem normalen Jahr. Dabei seien insgesamt 2500 Einsatzstunden zusammengekommen. Mit 1250 Lehrgangsstunden zusätzlich zur normalen Feuerwehrausbildung von 2700 Stunden, sprach anschließend der für das Ausbildungswesen zuständige Stellvertreter Patrick Wurster noch von einer weitaus höheren zeitlichen Inanspruchnahme auf ehrenamtlicher Basis. Ihm wurde gleich mehrfach hohe Anerkennung für die Ausschreibung zur Beschaffung der neuen Feuerwehrfahrzeuge und seinem auch anderweitigen großen Engagement zuteil.

Wie Straub, wies er deutlich darauf hin, dass die Feuerwehr von Seiten der Verwaltung von den administrativen Aufgaben befreit werden müsse, damit die Gemeinde weiterhin über eine hochmotivierte Wehr verfügt. Ein Appell, den sowohl der neue Feuerwehrverbandsvorsitzende Markus Haberstroh als auch Kreisbrandmeister Christian Spielvogel mit deutlichen Worten unterstrichen.

Welche Aufgaben von der Kelterner Wehr gemeindeübergreifend und auf Kreisebene erbracht werden, darüber berichtet Bernd Augenstein. Als Kopf der Absturzsicherungsgruppe (14 Aktive), die seit Kurzem Höhenrettungsgruppe Enzkreis heißt und mit der Bergwacht kooperiert, zeigte er auf, was die Mannschaft geleistet hat. Augenstein engagiert sich auch in der Führungsunterstützungseinheit Nordschwarzwald.

Für Freude sorgte der Bericht des Jugendfeuerwehrwarts Maik Bohnenberger. Er berichtete, dass derzeit 35 Jungs und Mädchen im Alter von sechs bis 18 Jahren von den „Minis“ bis zur Jugendfeuerwehr dabei wären. Die seit Kurzem auch als stellvertretende Kreisjugendsprecherin tätige Nele Renninger berichtete von zahlreichen Unternehmungen.